Pflanzen Quotes

We've searched our database for all the quotes and captions related to Pflanzen. Here they are! All 29 of them:

Vergnügungen Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen Das wiedergefundene alte Buch Begeisterte Gesichter Schnee, der Wechsel der Jahreszeiten Die Zeitung Der Hund Die Dialektik Duschen, Schwimmen Alte Musik Bequeme Schuhe Begreifen Neue Musik Schreiben, Pflanzen Reisen Singen Freundlich sein
Bertolt Brecht
Dafür dass wir, wie auch die Tiere, von den Pflanzen leben, ja ohne sie nicht einmal atmen könnten, genügt kein einfacher Dank – Verehrung ist angebracht.
Ernst Jünger
Eigentlich gehörte sie zu einer Generation, deren turnschuh-tragenden und Sushi-essenden Vertretern schon der Besitz einer Hauskatze als unerträgliche Verantwortung erschien. „Haus bauen, Baum pflanzen, Kind zeugen“ war kein Glücksrezept mehr, sondern eine Horrorvision. Die Ewigpubertierenden wollten sich alles offen halten und wunderten sich dann über Orientierungslosigkeit.
Juli Zeh (Unterleuten)
Wann ist man erwachsen?... ..Paps meint: Wenn du Dinge tust, obwohl dir deine Eltern dazu geraten haben. Florian behauptet: Endgültig erwachsen bist du erst, wenn alle Pflanzen auf deinem Fensterbrett leben und du keine davon rauchen kannst.
Mara Andeck (Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage? (Lilias Tagebuch, #3))
The principal result of my investigation is that a uniform developmental principle controls the individual elementary units of all organisms, analogous to the finding that crystals are formed by the same laws in spite of the diversity of their forms.
Theodor Schwann (Mikroskopische Untersuchungen Uber Die Ubereinstimmung in Der Struktur Und Dem Wachstum Der Tiere Und Pflanzen (German Edition))
Nietzsche says: “Nicht nur fort sollst du dich pflanzen sondern hinauf”—you should propagate yourself not only onward but upward: procreation need not be a senseless continuation of an essentially meaningless story and an addition of more and more zeros—it can really be a creation.
Walter Kaufmann (Nietzsche: Philosopher, Psychologist, Antichrist)
The cause of nutrition and growth resides not in the organism as a whole but in the separate elementary parts—the cells.
Theodor Schwann (Mikroskopische Untersuchungen Uber Die Ubereinstimmung in Der Struktur Und Dem Wachstum Der Tiere Und Pflanzen (German Edition))
Ich will Raum zum Atmen und Flügel-wachsen-Lassen und Anderssein und Liebemachen und Michfinden. Und ich will den Horizont küssen und in blauem Licht baden und zu der Musik in meinem Bauch tanzen und lächerlich sein, ohne dass andere lachen. Ich will Sachen ausprobieren und Klamotten und Menschen und Essen und politische Meinungen. Ich will mich nicht festlegen auf irgendetwas anderes als darauf, meine eigenen Äste zu pflegen und unsere Pflanzen regelmäßig zu gießen.
Chantal-Fleur Sandjon (Serienunikat)
Sie wollen pflanzen für die Ewigkeit, Und säen Tod? Ein so erzwungnes Werk Wird seines Schöpfers Geist nicht überdauern. Dem Undank haben Sie gebaut - umsonst Den harten Kampf mit der Natur gerungen, Umsonst ein großes königliches Leben Zerstörenden Entwürfen hingeopfert. Der Mensch ist mehr, als Sie von ihm gehalten. (...) Gehn Sie Europens Königen voran. Ein Federzug von dieser Hand, und neu Erschaffen wird die Erde. Geben Sie Gedankenfreiheit. (...) Sehen Sie sich um In seiner herrlichen Natur! Auf Freiheit Ist sie gegründet - und wie reich ist sie Durch Freiheit! Er, der große Schöpfer, wirft In einen Tropfen Thau den Wurm und läßt Noch in den todten Räumen der Verwesung Die Willkür sich ergötzen - Ihre Schöpfung, Wie eng und arm! Das Rauschen eines Blattes Erschreckt den Herrn der Christenheit - Sie müssen Vor jeder Tugend zittern. Er - der Freiheit Entzückende Erscheinung nicht zu stören - Er läßt des Uebels grauenvolles Heer In seinem Weltall lieber toben - ihn, Den Künstler, wird man nicht gewahr, bescheiden Verhüllt er sich in ewige Gesetze; Die sieht der Freigeist, doch nicht ihn. Wozu Ein Gott? sagt er: die Welt ist sich genug. Und keines Christen Andacht hat ihn mehr, Als dieses Freigeists Lästerung, gepriesen. (...) Weihen Sie Dem Glück der Völker die Regentenkraft, Die - ach, so lang - des Thrones Größe nur Gewuchert hatte - stellen Sie der Menschheit Verlornen Adel wieder her. Der Bürger Sei wiederum, was er zuvor gewesen, Der Krone Zweck - ihn binde keine Pflicht, Als seiner Brüder gleich ehrwürd'ge Rechte. Wenn nun der Mensch, sich selbst zurückgegeben, Zu seines Werths Gefühl erwacht - der Freiheit Erhabne, stolze Tugenden gedeihen - Dann, Sire, wenn Sie zum glücklichsten der Welt Ihr eignes Königreich gemacht - dann ist Es Ihre Pflicht, die Welt zu unterwerfen. (Marquis von Posa; 3. Akt, 10. Szene)
Friedrich Schiller (Don Karlos: Infant von Spanien)
Die Kühle war erfrischend, auch wenn sie durch den Nebel feucht war. Kleine Tröpfchen bildeten sich wie Tau auf Niccolos Kleidung, als er zum See hinabging. Die Welt verbarg sich hinter den grauen Schwaden, als sei sie schüchtern und wolle nicht betrachtet werden. Alle Farben schienen aus ihr gewichen zu sein; es blieb nur Grau in allen Schattierungen zurück, in dem sich seltsame und fantastische Gebilde zeigten, die bei näherem Hinsehen zu weitaus profaneren Gebäuden und Pflanzen wurden.
Christoph Hardebusch (Die Werwölfe)
Jeden Tag habe ich mich in der Sicherheitszone danach gesehnt, den Himmel, die Sterne oder lebende Pflanzen zu sehen. […] Durch ihre Glasfenster können sie jeden Tag die Sonne beim Auf- und Untergehen beobachten. Sie können die Sterne zählen, wenn sie wollen, und dem Mond dabei zusehen, wie er zu- und wieder abnimmt. Warum haben sie uns unter der Erde eingesperrt, während sie selbst die Fenster weit aufreißen und ihre Lungen mit frischer Luft füllen konnten? Warum haben sie das nie mit uns geteilt? Warum haben sie uns belogen?
Maya Shepherd (Die Verstoßenen (Radioactive, #1))
Die Nützlichkeitslehrer würden glauben, ihren Gott zu verlieren, wenn sie nicht den anbeten sollen, der dem Ochsen die Hörner gab, damit er sich verteidige. Mir aber möge man erlauben, daß ich den verehre, der in dem Reichtum seiner Schöpfung so groß war, nach tausendfältigen Pflanzen noch eine zu machen, worin alle übrigen enthalten, und nach tausendfältigen Tieren ein Wesen, das sie alle enthält: den Menschen. Man verehre ferner den, der dem Vieh sein Futter gibt und dem Menschen Speise und Trank, so viel er genießen mag; ich aber bete den an, der eine solche Produktionskraft in die Welt gelegt hat, daß, wenn nur der millionteste Teil davon ins Leben tritt, die Welt von Geschöpfen wimmelt, so daß Krieg, Pest, Wasser und Brand ihr nichts anzuhaben vermögen. Das ist mein Gott! The teachers of utility would think that they lost their God if they did not worship Him who gave the ox horns to defend itself. But I hope I may be allowed to worship Him who, in the abundance of His creation, was great enough, after making a thousand kinds of plants, to make one more, in which all the rest should be comprised; and after a thousand kinds of animals, a being which comprises them all—a man. Let people serve Him who gives to the beast his fodder, and to man meat and drink as much as he can enjoy. But I worship Him who has infused into the world such a power of production, that, when only the millionth part of it comes out into life, the world swarms with creatures to such a degree that war, pestilence, fire, and water cannot prevail against them. That is my God!
Johann Wolfgang von Goethe (Conversations of Goethe with Eckermann and Soret)
41. Maqâme (Al-Hamadhânî) Das Wissen Als ich einst durch eine Ortschaft in der Fremde zog, da sah ich einen Mann und hörte diesen einen andern fragen: "Wie erlangtest du dein Wissen?" Und ich hörte drauf den andern sagen: "Mir wurde auf der Suche nach dem Wissen klar, dass dieses in der Ferne nur zu finden war uns dass es sich nicht jagen lässt mit Pfeilen, dass es Glücksspielhölzer nicht verteilen, dass man es im Traum nicht findet, dass kein Zügel fest es bindet, dass kein Oheim es vererben kann und dass es nicht zu borgen ist von einem Edelmann. Ich machte mir deshalb auf meinem Weg zum Wissen aus dem Lehm der Erde meine Lagerstätte, nahm die Steine mir als Kissen, kämpfte mit den Ärgernissen, ließ den Schlaf mich ständig missen, überlegte viel und dachte nach beflissen. Ich erkannte, dass man Wissen außer in der Seele nirgends pflanzen kann und dass es nur in ihr gedeiht sodann. Ich fand es wie ein Jagdtier, das sich in die Falle selten nur verirrt und nur vom Herzen eingefangen wird, und einem Vogel ähnlich, den zu täuschen außer mit des Wortes Waffen nicht gelingt und den allein die Schlinge der Gedächtniskraft bezwingt. So ließ ich meine Seele denn das Wissen tragen, ließ mein Auge es behüten, gab viel aus von meinem Lebensunterhalt, doch häufte Schätze an in meinem Herzen. Ich widmete mich gänzlich dem Studieren, kam vom Meditieren dann zum Recherchieren und vom Recherchieren dann zum Kommentieren, und bei allem bat ich Gott, er möge zum Erfolg mich führen." Die Worte, die ich hörte, sprengten mir die Ohren, drangen mir ins Herz und tauchten tief in meine Brust. "O Jüngling, wo ist diese Sonne aufgegangen?", fragte ich, worauf er sagte: "Alexandria ist mein Zuhaus, und wär mein Wohnsitz fest, es wäre dort, doch so bin ich des Nachts in Syrien, ziehe zum Irak am Tag dann fort." (Al-Hamadhâni, "Vernunft ist nichts als Narrerei", Edition Erdmann, S. 170-171)
Al-Hamadhâni
Als Knabe trug ich außer Ruten, Gesträuchen und Blüten, die mich ergötzten, auch noch andere Dinge nach Hause, die mich fast noch mehr freuten, weil sie nicht so schnell Farbe und Bestand verloren wie die Pflanzen, nämlich allerlei Steine und Erddinge. Auf Feldern, an Rainen, auf Haiden und Hutweiden, ja sogar auf Wiesen, auf denen doch nur das hohe Gras steht, liegen die mannigfaltigsten dieser Dinge herum. Da ich nun viel im Freien herum schweifen durfte, konnte es nicht fehlen, daß ich bald die Plätze entdeckte, auf denen die Dinge zu treffen waren, und daß ich die, welche ich fand, mit nach Hause nahm. Da ist an dem Wege, der von Oberplan nach Hossenreuth führt, ein geräumiges Stück Rasen, welches in die Felder hinein geht und mit einer Mauer aus losen Steinen eingefaßt ist. In diesen Steinen stecken kleine Blättchen, die wie Silber und Diamanten funkeln, und die man mit einem Messer oder mit einer Ahle herausbrechen kann. Wir Kinder hießen diese Blättchen Katzensilber, und hatten eine sehr große Freude an ihnen. Auf dem Berglein des Altrichters befindet sich ein Stein, der so fein und weich ist, daß man ihn mit einem Messer schneiden kann. Die Bewohner unserer Gegend nennen ihn Taufstein. Ich machte Täfelchen, Würfel, Ringe und Petschafte aus dem Steine, bis mir ein Mann, der Uhren, Barometer und Stammbäume verfertigte und Bilder lackierte, zeigte, daß man den Stein mit einem zarten Firnisse anstreichen müsse, und daß dann die schönsten blauen, grünen und rötlichen Linien zum Vorscheine kämen. Wenn ich Zeit hatte, legte ich meine Schätze in eine Reihe, betrachtete sie, und hatte mein Vergnügen an ihnen. Besonders hatte die Verwunderung kein Ende, wenn es auf einem Steine so geheimnisvoll glänzte und leuchtete und äugelte, daß man es gar nicht ergründen konnte, woher denn das käme. Freilich war manchmal auch ein Stück Glas darunter, das ich auf den Feldern gefunden hatte, und das in allerlei Regenbogenfarben schimmerte. Wenn sie dann sagten, das sei ja nur ein Glas, und noch dazu ein verwitterndes, wodurch es eben diese schimmernden Farben erhalten habe, so dachte ich: Ei, wenn es auch nur ein Glas ist, so hat es doch die schönen Farben, und es ist zum Staunen, wie es in der kühlen, feuchten Erde diese Farben empfangen konnte, und ich ließ es unter den Steinen liegen.
Adalbert Stifter
Die Asche von Millionen von Menschen verschwindet ja nicht einfach so. Weisst du, dass es zweieinhalb bis viereinhalb Kilogramm Asche pro Mensch sind? Also durchschnittlich dreieinhalb Kilogramm Asche pro ermordeten Juden. Es wurden ja nicht alle Juden verbrannt. Lass es die Hälfte sein. Drei Millionen verbrannte Juden. Das sind, meine Güte, zehneinhalb Millionen Kilogramm Asche. Zehntausendfünfhundert Tonnen Asche. Ich glaube, dass jeder Baum, jeder Grashalm, jede Blume in Deutschland diese Asche aufgenommen hat. Nicht nur die Pflanzen haben die Asche dieser Millionen Menschen über ihrer Wurzeln aufgenommen, auch die Tiere. Sie haben sie mit dem Grass gefressen und beim Trinken aus Bächen runtergeschluckt. Und die Deutschen nehmen die Asche dieser drei Millionen Juden mit jedem Schnitzel, in das sie beissen, mit jedem Schluck Käse, das sie zerkauen, in sich auf. Die Judenvernichtung hat die Juden zu einem Teil der Deutschen gemacht.
Mirna Funk
Pflanzen haben Gefühle. Sie sind viel menschlicher als mancher Mensch.
Dahi Tamara Koch (Wanderherzen)
Es sind nicht nur Geschichten, wenn wir hören, dass Heilige mit den Bäumen und Pflanzen in der Wildnis sprachen, dass sich eine Stimme aus dem Meer erhob und der Heilige sie hörte, dass Meister mit der Sonne, dem Mond und den Sternen sprachen. Denn je tiefer wir ins Leben eintauchen, desto stärker sind wir davon überzeugt, dass alles lebt, ob nun Wesen oder Objekte, ob Kunst oder Natur; was auch immer wir sehen, was immer wir durch unsere Sinne wahrnehmen, was wir berühren können, alles, was uns verständlich ist. Vielleicht wird es von niemand anderem gesehen oder erkannt, doch alles ist miteinander verbunden und kommuniziert. Wenn wir einmal anfangen, mit der Natur und mit der Kunst zu kommunizieren, haben wir den Beweis dafür, denn dann fängt alles an zu sprechen. Wie der große persische Dichter Saadi sagte: „Wenn das Herz erst einmal offen ist und gelernt hat zu lesen, wird jedes Blatt auf einem Baum eine Seite im Buch des Lebens.“ (S. 231)
Hazrat Inayat Khan (Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung)
Der Mann ist ein schwarzer Faden, der in die Pflanzen geht. Das schlagende Gras hebt ihn über die Erde.
Herta Müller
»Gehen Sie nie zu einem Arzt, dem in der Praxis die Pflanzen gestorben sind.«
Michael Robotham (Amnesie)
Hyperions Schicksalslied Ihr wandelt droben im Licht Auf weichem Boden, selige Genien! Glänzende Götterlüfte Rühren euch leicht, Wie die Finger der Künsterlin Heilige Saiten. Schicksallos, wie der schlafende Säugling, atmen die Himmlischen; Keusch bewahrt In bescheidener Knospe, Blühet ewig Ihnen der Geist, Und die seligen Augen Blicken in stiller Ewiger Klarheit. Doch ist uns gegeben, Auf keiner Stätte zu ruhn, Es schwinden, es fallen Die leidenden Menschen Blindlings von einer Stunde zu andern, Wie Wasser von Klippe Zu Klippe geworfen, Jahrlang ins Ungewisse hinab. Da ich ein Knabe war... Da ich ein Knabe war, Rettet’ ein Gott mich oft Vom Geschrei und der Rute der Menschen, Da spielt ich sicher und gut Mit den Blumen des Hains, Und die Lüftchen des Himmels Spielten mit mir. Und wie du das Herz Der Pflanzen erfreust, Wenn sie entgegen dir die zarten Arme strecken, So hast du mein Herz erfreut, Vater Helios! Und, wie Endymion, War ich dein Liebling, Heilige Luna! O all ihr treuen Freundlichen Götter! Daß ihr wüßtet, Wie euch meine Seele geliebt! Zwar damals rief ich noch nicht Euch mit Namen, auch ihr Nanntet mich nie, wie die Menschen sich nennen, Als kennten sie sich. Doch kannt ich euch besser, Als ich je die Menschen gekannt, Ich verstand die Stille des Äthers, Der Menschen Worte verstand ich nie. Mich erzog der Wohllaut Des säuselnden Hains Und lieben lernt ich Unter den Blumen. Im Arme der Götter wuchs ich groß.
Friedrich Hölderlin
Die meisten Pflanzen brauchen viel Pflege, um zu überleben. Aber manche sind stark genug, um es ganz alleine zu schaffen, ohne auf jemand anderen angewiesen zu sein. (S.120, Lily)
Colleen Hoover (It Ends with Us (It Ends with Us, #1))
[....] zwar sind die Nationen und Staaten keine Naturgebilde gleich Mineralien, Pflanzen und Thie­ren, die sich nach bloßer N o t h w e n d i g k e i t gestalten, sondern in ihnen erscheint die Nothwendigkeit nur wie eine Grundlage und ein Stoff, den sodann die menschliche F r e i h e i t ergreift und zu Gestalten aus­prägt. Daraus geht denn aber selbst eine Natur höherer Ordnung hervor, indem nämlich alles, was durch Freiheit geschieht, einen Niederschlag zurückläßt, der für die späteren Geschlechter selbst ein Element der Nothwendigkeit wird. So prägen sich im Laufe der Zeit Charakterzüge einer Nation aus, und wer­den Entwicklungstendenzen begründet, die man hin­terher nicht mehr beliebig verändern kann, sondern denen sich die Entwürfe der Freiheit accommodiren müssen, wenn sie mehr sein wollen als eine bloße Phantasmagorie, welche momentan die Geister blen­den mag, während sie in der That die Dinge ver­wirrt, und die Nationalkräfte schwächt.
Constantin Frantz (Von der Deutschen Föderation... (German Edition))
Also, du bist nicht verrückt und ich bin auch kein Traum oder so was Ähnliches. Du hörst mich, und du verstehst mich, und es gibt nicht mehr viele Menschen von deiner Sorte. Ehrlich gesagt, sieht es ganz danach aus, als wärst du die Letzte, die das kann. War wohl irgendwann bei euch nicht mehr so populär, mit Pflanzen zu sprechen.
Tommy Krappweis (Mara und der Feuerbringer (Mara und der Feuerbringer, #1))
Es ist ein Verstoß gegen den natürlichen Lauf der Dinge“, sagt sie schließlich. „Im Glauben meines Volkes ist es nämlich so: Die Natur hat uns allen das Leben geschenkt. Dir und mir, den Vögeln, die in diesem Moment um uns herum singen, den Mäusen, die durch das Dickicht huschen, den Kräutern und den Bäumen. Aber dieses Geschenk ist eigentlich bloß eine Leihgabe. Irgendwann kommt der Tag, da holt sie es sich zurück. Dann verwandeln wir uns zu Staub und werden wieder eins mit ihr. Bis sie uns erneut auf die Reise schickt, uns Leben gibt, in einem anderen Körper und zu einer anderen Zeit. Wir sind Teil eines ewigen Kreislaufs der Energien, verstehst du? Und die Natur allein bestimmt, wie er zu verlaufen hat. So wie sie bestimmt hat, dass Pflanzen über der Erde wachsen, dem Licht entgegen. Dass sie nur zu bestimmten Zeiten im Jahr Früchte tragen. Dass Bäume jeden Herbst ihre Blätter verlie-ren, um in den Winterschlaf zu gehen. Wir Menschen mögen vielleicht zu klein und unbedeutend sein, um den Sinn hinter diesen Regeln zu verstehen. Wir mö-gen uns fragen, warum wir nicht immer Äpfel essen können, warum die Winter so kalt und die Sommer so heiß sind. Dennoch müssen wir uns dem beugen. Das nicht zu tun … so radikal einzugreifen in das, was unsere Natur uns geschenkt hat … das fühlt sich für mich an wie ein furchtbares Sakrileg.
Eva Klocke (Immuna X (German Edition))
Beispielsweise die Wüste von Chihuahua. Ich sehe ihre große Öde voll blühender Farben, wo sonst nichts anderes mehr blüht, Farben des glühenden Mittags, Farben der Dämmerung, Farben der unsäglichen Nacht. Ich liebe die Wüste. Kein Vogel in der Luft, kein Wasser, das rinnt, kein Insekt, ringsum nichts als Stille, ringsum nichts als Sand und Sand und wieder Sand, der nicht glatt ist, sondern vom Winde gekämmt und gewellt, Mulden voll Schatten dazwischen, die bläulich sind wie diese Tinte, ja wie mit Tinte gefüllt, und nie eine Wolke, nie auch nur ein Dunst, nie das Geräusch eines fliehenden Tieres, nur da und dort die vereinzelten Kakteen, senkrecht, etwas wie Orgelpfeifen oder siebenarmige Leuchter, aber haushoch, Pflanzen, aber starr und reglos wie Architektur, nicht eigentlich grün, eher bräunlich wie Bernstein, solange die Sonne scheint, und schwarz wie Scherenschnitte vor blauer Nacht - all dies sehe ich mit offenen Augen, wenn ich es auch nie werde schildern können, traumlos und wach wie jedesmal, wenn ich es sehe, betroffen von der Unwahrscheinlichkeit unseres Daseins.
Max Frisch (I'm Not Stiller)
»Versprich mir, dass wir einen Baum pflanzen, sobald das hier vorbei ist«, sagte er leise, bevor er meine Hand hob und sie ganz sachte mit den Lippen berührte.
Amelie Murmann (Hüter der Zeit (Wanderer #2))
Du hältst es also für möglich oder sogar für wahrscheinlich, daß der Pomp unserer großartigen Erfindungen nur ein Ausweg der Natur ist, damit sie Irrtümer korrigieren kann; daß zum Beispiel verschüttete Wälder und unterirdische Ölseen verheizt, in Kohlensäure und Wasser verwandelt werden, so daß die Pflanzen am Ende eines Maschinenspuks wieder besser wachsen können?
Hans Henny Jahnn (Die Trümmer des Gewissens : der staubige Regenbogen; Drama)
»Ich bin so eine Art Gärtner geworden. Ein paar der besten Persönlichkeiten, die ich kenne, sind Pflanzen.«
Ronald Malfi (The Night Parade)
This saying of Nietzsche is well known: "Nicht fort sollst du dich pflanzen, sondern hinauf. Dazu helfe dir der Garten der Ehe." (Do not plant for the future but for the heights. May the garden of marriage help you in that.) It refers to the idea that today’s man is a mere form of transition whose only purpose is to prepare the birth of the "superman," being ready to sacrifice himself for him, and to withdraw at his arising. We have already done justice to the craze of the superman and this finalism that postpones the possession of an absolute meaning of existence to a hypothetical future humanity. But from the wordplay of Nietzsche’s saying, one can deduce the endorsement of a concept that marriage should serve to reproduce not "horizontally" (such is the meaning of fortpflanzen), simply breeding, but rather "vertically," toward the summit (hinauf pflanzen), elevating one’s own line. In fact, this would be the only higher justification of marriage and family. Today it is nonexistent, because of the objective existential situation of which we have spoken, and because of the processes of dissolution that have severed the profound ties that can spiritually unite the generations. Even a Catholic, Charles Peguy, had spoken of being a father as the "great adventure of modem man," given the utter uncertainty of what his own offspring may be, given the improbability that in our day the child might receive anything more than mere "life" from the father. I have already emphasized that it is not about having or not having that paternal quality, not only physical, that existed in the ancient family and that grounded his authority. Even if this quality were still present—and, in principle, one should assume that it could still be present in the differentiated man—it would be paralyzed by the presence of a refractory and dissociated material in the younger generation. As we have said, the state of the modem masses is by now such that, even if figures having the stature of true leaders were to appear, they would be the last to be followed. Thus one should not deceive oneself about the formation and education still possible for an offspring born in an environment like that of present society, even if the father were such in a more than legal sense.
Julius Evola (Ride the Tiger: A Survival Manual for the Aristocrats of the Soul)