“
With every fragment of rock that fall from me, I can hear the voice of Marianne Engle. I love you. Aishiteru. Ego amo te. Ti amo. Eg elska pig. Ich liebe dich. It is moving across time, coming to me in every language of the world, and it sounds like pure love.
”
”
Andrew Davidson (The Gargoyle)
“
Daisuki1.” His deep thrust makes me gasp. “Szeretlek2.” He presses his lips against my forehead. My pulse flutters at the gesture, sending a rush of pleasure all the way to my toes. “Ich liebe dich3
”
”
Lauren Asher (Terms and Conditions (Dreamland Billionaires, #2))
“
Ich wollte meine Augen öffnen, um Gideon ein letztes Mal anzusehen, aber ich schaffte es nicht.
"Ich liebe dich, Gwenny, bitte verlass mich nicht", sagte Gideon, und das war das letzte, was ich hörte, bevor ich von einem großen Nichts verschluckt wurde.
”
”
Kerstin Gier (Smaragdgrün (Edelstein-Trilogie, #3))
“
Wenn ich trotzdem weiß, was Liebe ist, so ist es deinetwegen. Dich habe ich lieben können, dich allein unter den Menschen. Du kannst nicht ermessen, was das bedeutet. Es bedeutet den Quell in einer Wüste, den blühenden Baum in einer Wildnis.
”
”
Hermann Hesse (Narcissus and Goldmund)
“
Wenn ich zu einem anderen sagen kann: "Ich liebe dich", muss ich auch sagen können: "Ich liebe in dir auch alle anderen, ich liebe durch dich die ganze Welt, ich liebe in dir auch mich selbst.
”
”
Erich Fromm (Die Kunst des Liebens)
“
Sieh dich an, dachte ich, was sehnst du dich in Gesellschaft so oft danach, allein zu sein, wenn du das Alleinsein kaum noch aushältst?
”
”
Benedict Wells (Vom Ende der Einsamkeit)
“
Du bist für diese einfache, bequeme, mit so wenigem zufriedene Welt von heute viel zu anspruchsvoll und hungrig, sie speit dich aus, du hast für sie eine Dimension zu viel. Wer heute leben und seines Lebens froh werden will, der darf kein Mensch sein wie du und ich. Wer statt Gedudel Musik, statt Vergnügen Freude, statt Geld Seele, statt Betrieb echte Arbeit, statt Spielerei echte Leidenschaft verlangt, für den ist diese hübsche Welt hier keine Heimat…
”
”
Hermann Hesse (Steppenwolf)
“
Ich liebe dich ja… wie heißt es doch, wenn man einen Zweig abbricht und die Blätter abreißt? Von Herzen, mit Schmerzen, über alle Maßen.
”
”
Theodor Fontane (Effi Briest)
“
Wenn du mich küsst, Gwendolyn Shepherd, dann ist das so, als würde ich den Kontakt zum Boden verlieren. Ich habe keine Ahnung, wie du das machst oder wo du es gelernt hast. Wenn du mich küsst, dann will ich nichts anderes mehr, als dich zu spüren und in meinen Armen zu halten. Scheiße, ich bin so schrecklich in dich verliebt, dass es sich anfühlt, als hätte irgendwo in meinem Inneren jemand einen Kanister mit Benzin ausgekippt und angezündet! Gwenny, das alles macht mir furchtbare Angst. Ohne dich würde mein Leben keinen Sinn mehr haben, ohne dich... ich würde auf der Stelle sterben wollen, wenn dir etwas zustieße.
”
”
Kerstin Gier (Smaragdgrün (Edelstein-Trilogie, #3))
“
Wenn das, was einen Menschen ausmacht, Gedanken, Erinnerungen, Träume und Gefühle sind, dann hat mich das, was ich fühle, zu dem gemacht, der ich bin. Ich bin ein Junge … der dich liebt.
”
”
Jenny-Mai Nuyen (Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten)
“
Du bist, was du liebst, nicht wer dich liebt. [...] Was ich damit sagen wolle? [...] Dass ein Mensch, der liebt, immer schon gewonnen hat, egal ob sich seine Liebe erfüllt oder nicht.
”
”
Peter Stamm (Seven Years)
“
Er sagt „Ich kann dich lesen wie ein offenes Buch“ und er glaubt, dass er jedes Buch, das er liest, auch verstehen kann.
”
”
Erich Fried
“
Nicht rangehen
Habe ich dir eigentlich schon einmal gesagt, wie sehr ich dich jede Nacht vermisse?
Emely
Geh duschen, Elyas.
Nicht rangehen
Träum was süßes, mein Engel.
”
”
Carina Bartsch (Kirschroter Sommer (Kirschroter Sommer, #1))
“
Es tut mir leid, Spence", murmelte ich an seiner Brust.
"Was denn?"
Ich schluckte schwer. "Das ich so bin, wie ich bin."
Er stütze das Kinn auf meinem Kopf ab und kraulte mir weiter den Nacken. "Dafür brauchst du dich nicht zu entschuldigen, Süße. Niemals.
”
”
Mona Kasten (Trust Again (Again, #2))
“
Wären wir Narben, dann wären unsere Erinnerungen die Fäden, die uns zusammenhalten. Du kannst sie nicht zerschneiden. Wenn du das tust, dann reißt es dich entzwei."
"Aber meine Erinnerungen tun so weh", sagte sie, "Ich will vergessen. So vieles einfach vergessen."
"Wie soll das gehen? Alles, was dir im Leben geschehen ist, geschieht auch heute noch. Was einmal begonnen hat, endet nicht. Da oben in deinem Kopf, da endet es nie.
”
”
Kai Meyer (Arkadien fällt (Arkadien, #3))
“
Da fing mein Leben an, als ich dich liebte.
”
”
Johann Wolfgang von Goethe (Iphigenie auf Tauris)
“
Es ist übrigens ganz leicht, alles kaputt zu machen, wenn man sich mit jemandem wohl fühlt. Man braucht nur zu sagen: "Ich liebe dich.
”
”
Frédéric Beigbeder (L'Égoïste romantique)
“
»Hat dich jemand gesehen?«, fragte sie.
»Ich hab jeden erschossen, der mir auf der Straße begegnet ist.«
»Gut so.«
”
”
Kai Meyer (Arkadien fällt (Arkadien, #3))
“
Und Rasmus bohrt seine Nase in Nickes Backe und flüstert: »Denn ich hab’ dich so lieb …«
Da weint Nicke. Seit er ein Kind war, hat er nicht mehr geweint. Aber jetzt weint er. Weil er so müde ist und weil das erstemal in seinem Leben ein Mensch so etwas zu ihm sagt.
”
”
Astrid Lindgren (Kalle Blomquist, Eva Lotte und Rasmus)
“
Das habe ich gelernt: Liebe ist ein Wort, das du nur mit blutroter Tinte schreiben solltest. Liebe treibt dich dazu, die seltsamsten Dinge zu tun. Sie lässt dich regenbogenfarbene Bonbons verteilen, sie lässt dich in roten Schuhen durch die Straßen tanzen, und sie schreckt nicht davor zurück, dich nachts mit blutenden Händen Gräber in paradiesische Gärten hacken zu lassen. Liebe schlägt dir tiefe Wunden, aber auf eine ihr eigene Art heilt sie auch deine Narben, vorausgesetzt, du vertraust ihr und gibst ihr die Zeit dazu. Meine Narben werde ich nicht anrühren. Ich werde neue Wunden davontragen, noch ehe die alten verheilt sind, und ich werde anderen Menschen Wunden zufügen. Jeder von uns trägt ein Messer." (S.456f.)
”
”
Andreas Steinhöfel
“
Spencer atmete ruckartig aus. "Ich unterdrücke gerade mit aller Kraft den Impuls, dich zu erwürgen"
Swayer lachte auf "Ja, genau. Du mich. Weil ich ja auch diejenige bin, die sie wie eine Aussätzige behandelt.
”
”
Mona Kasten (Trust Again (Again, #2))
“
Du weißt nicht, wie sich Stille anfühlt.
Bis sie dich anbrüllt.
”
”
Lilly Lindner (Bevor ich falle)
“
ich so sehr eine Konkurrenz für Dich, wie eine Pfütze als Meer gilt
”
”
Arthur Golden (Memoirs of a Geisha)
“
Verzweifelt hatte er sie gefragt, wie sie sich so sicher sein konnte, dass sie ihn nicht liebte. Ihre Worte darauf hatten ihm das Herz aus dem Leib geschnitten. »Weil ich dich nie vermisst habe, nachdem du gegangen warst.«
”
”
Bernhard Hennen (Der Verfluchte (Die Chroniken von Azuhr, #1))
“
Ich wünschte, ich könnte in der Zeit zurückreisen, nicht um mich jünger zu fühlen oder den Lauf der Geschichte zu ändern und uns wieder zusammenzubringen, sondern um jeden kostbaren Moment, den wir hatten, immer wieder neu zu erleben.
”
”
Mouloud Benzadi
“
Du betrachtest das, was mit uns geschieht, ein wenig wie eine Krankheit. Wenn es eine ist, dann will ich nicht gesund werden. Der Gedanke, dass es Dich irgendwo gibt, und dass du manchmal an mich denkst, hilft mir zu leben.
”
”
Benoîte Groult (Zout op mijn huid)
“
Ich würde dich gerne retten, aber ich glaube, dazu bist du noch nicht bereit. Man kann niemanden retten, der nicht gerettet werden will, oder?
”
”
Ava Reed
“
Ich erinnere mich an dich. Wie loderndes Feuer hast du in dieser Hoele ausgesehen, als waerst du ein Wesen aus leuchtenden, tanzenden Farben
”
”
Sophie Jordan (Firelight (Firelight, #1))
“
Ich könnte sagen: Ich vermisse dich. Und wenn sie fragte, was, was genau vermisst du, würde ich sagen: Alles.
”
”
Annette Mingels (Die Liebe Der Matrosen)
“
Dichter: erhältst Du den Beifall des Volkes, so frage Dich: was habe ich schlecht gemacht?! Erhält ihn auch Dein zweites Buch, so wirf die Feder fort...
”
”
Arno Schmidt
“
»Du hast dir selber eins übergebraten! Kannst du dich noch daran erinnern, wie gemein du deswegen zu mir warst?« Gideon grinste schwach. »Ja, kann ich. Und es tut mir ehrlich leid. Aber wer rechnet denn auch mit so was? Jetzt komm schon! Bevor der Blödmann wieder aufwacht.
”
”
Kerstin Gier (Smaragdgrün (Edelstein-Trilogie, #3))
“
Let your beauty manifest itself
without talking and calculation.
You are silent. It says for you: I am.
And comes in meaning thousandfold,
comes at long last over everyone.
(Gieb deine Schönheit immer hin
ohne Rechnen und Reden.
Du schweigst. Sie sagt für dich: Ich bin.
Und kommt in tausendfachem Sinn,
kommt endlich über jeden.)
”
”
Rainer Maria Rilke (The Book of Images)
“
Daisuki1.” His deep thrust makes me gasp. “Szeretlek2.” He presses his lips against my forehead. My pulse flutters at the gesture, sending a rush of pleasure all the way to my toes. “Ich liebe dich3.” Our gazes connect. The way I shiver has nothing to do with his touch and everything to do with the way he looks at me. I might not be able to recite foreign words like him, but I understand tone and body language, and whatever he says makes my heart feel so full, it might burst. You’re falling for him. For the first time ever, I’m not afraid of love. If this is what it feels like, I’m willing to try, consequences be damned.
”
”
Lauren Asher (Terms and Conditions (Dreamland Billionaires, #2))
“
Ich habe schreckliche Dinge erlebt, gelitten, geschuftet, Staub gefressen, den kürzeren gezogen, ich wurde schon verlassen, besiegt, erniedrigt und durch den Dreck geschleift, aber noch nie, niemals wurde mir soviel abverlangt, wie dich nicht anzurufen.
”
”
Frédéric Beigbeder (L'Égoïste romantique)
“
Jeder hat seine Gefühle – wer es auch ist –, und keiner geht in ein Haus, wo er weiß, dass seine Gefühle verletzt werden. Du auch. Ich hab zu viele Male gesehen, wie weiße Leute dich verletzt haben. Ich weiß das.
”
”
Carson McCullers (The Heart Is a Lonely Hunter)
“
ich kann nicht festhalten, aber noch weniger kann ich dich loslassen. Wieso hast du mich halb hiergelassen und halb mitgenommen?
”
”
Ava Reed
“
Wohin ich dich auch führen werde, es wird das Leben sein.
”
”
Heinrich Böll (The Train Was on Time)
“
Wenn wir uns öffnen
du dich mir und ich dir mich,
wenn wir versinken
in mich du und ich in dich,
wenn wir vergehen
du in mir und dir in ich.
Dann
bin ich ich
und bist du du.
”
”
Bernhard Schlink
“
Nun erst lebte die Stadt, die mich so fremd, so sinnlos umbraust hatte, nun erst lebte ich wieder, das ich Dich nahe ahnte, Dich, meinen ewigen Traum.
”
”
Stefan Zweig (Brief einer Unbekannten)
“
Ich habe geweint, weil ich dich liebhabe. Aber dass ich dich liebhabe, das ist meine Sache, hörst du? Und es geht dich nichts an.
”
”
Erich Kästner (Fabian: die Geschichte eines Moralisten)
“
,,Du hast mir das Verdammte Herz rausgerissen und ich hasse dich dafür, aber ich liebe dich auch und das macht das ganze so viel schwerer"-Save You (Maxton Hall 2)
”
”
Mona Kasten (Save You (Maxton Hall, #2))
“
Ich werde immer bei dir sein - nur ein Gedanke entfernt - und über dich wachen, wo auch immer ich gerade bin.
”
”
Julia Dippel (Verbrannte Erde (Izara #4))
“
An mein Kind
Dir will ich meines Liebsten Augen geben
und seiner Seele flammenreines Glühn.
Ein Träumer wirst du sein und dennoch kühn
verschloßne Tore aus den Angeln heben.
Wirst ausziehn, das gelobte Glück zu schmieden.
Dein Weg ist frei. Denn aller Weisheit Schluß
bleibt doch zuletzt, daß jedermann hienieden
all seine Fehler selbst begehen muß.
Ich kann vor keinem Abgrund dich bewahren.
hoch in die Wolken hängte Gott den Kranz.
Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
Wer du auch seist, nur eines - sei es ganz!
Du bist, vergiß es nicht, von jenem Baume,
der ewig zweigte und nie Wurzel schlug.
Der Freheit Fackel leuchtet uns im Traume -
bewahr den Tropfen Öl im alten Krug!
”
”
Mascha Kaléko
“
Die Außenwelt ist eine Welt zu viel. Eine Welt, in der ich mich nicht mehr auskenne, obwohl ich noch vor wenigen Stunden mitten in ihr lebte. Sie ist zu prall, zu durcheinander, viel zu viel von allem.
”
”
Franziska Moll (Was ich dich träumen lasse)
“
Ich geh' in Hain und Flur
Nie ohne deine Spur;
Denn immer muß ich denken,
Wohin ich nur mag lenken
Die Augen und den Schritt:
Hier gingest du einst mit.
Und werd' ich hingelangen,
Wo du nie mitgegangen,
So denk' ich wieder: hier
Gingst du noch nie mit mir;
O könnt' ich mit dem neuen
Spaziergang dich erfreuen!
”
”
Friedrich Rückert (Kindertodtenlieder)
“
Wie kannst du mir vertrauen, nach all dem, was dir dein eigener Bruder angetan hat?
Weil er unehrlich war und du ehrlich bist. Ich habe niemals einen ehrlicheren Menschen als dich gekannt.
Wenn ich dir mein Herz schenkte, würdest du sanft damit umgehen.
”
”
C.S. Pacat (Die Prinzen (The Captive Prince, #1-3))
“
Vielleicht, daß ich durch schwere Berge gehe
in harten Adern, wie ein Erz allein;
und bin so tief, daß ich kein Ende sehe
und keine Ferne: alles wurde Nähe
und alle Nähe wurde Stein.
Ich bin ja kein Wissender im Wehe,—
so macht mich dieses große Dunkel klein;
bist Du es aber: mach dich schwer, brich ein:
daß deine ganze Hand an mir geschehe
und ich an dir mit meinem ganzen Schrein.
It's possible I'm moving through the hard veins
of heavy mountains, like the ore does, alone;
I'm already so deep inside, I see no end in sight,
and no distance: everything is getting near
and everything getting near is turning to stone.
I still can't see very far yet into suffering,—
so this vast darkness makes me small;
are you the one: make yourself powerful, break in:
so that your whole being may happen to me,
and to you may happen, my whole cry.
”
”
Rainer Maria Rilke
“
»Ich glaube nicht, dass er dich verachtet«, widersprach Furia, die in Liebesdingen auf die Erfahrungen zahlloser Romanheldinnen zurückgreifen konnte. Was sich in etwa so anfühlte, als läse man exotische Kochbücher, ohne je etwas anderes als Dinkelbrot zu essen.
”
”
Kai Meyer (Die Seiten der Welt (Die Seiten der Welt, #1))
“
O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße,
Die dich gebracht auf diese Marterstraße!
Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden,
Und du mußt leiden.
O great love, o love beyond measure,
that brought You to this path of martyrdom!
I lived with the world in delight and joy,
and You had to suffer.
BWV 245 - "Johannes-Passion"
Oratorio for Good Friday, 3. Chorale.
”
”
Johann Sebastian Bach
“
C’est dur d’imaginer le chemin qui reste à parcourir quand on a perdu la seule personne qui vous permettait de tout affronter.
”
”
Sacha Sperling (Ich dich auch nicht)
“
Du wirst schon sehen. Irgendwann.
Hinter der Nacht, in deiner Stille.
Irgendwo. Findet dich ein Wort.
An das du dich halten kannst.
”
”
Lilly Lindner (Bevor ich falle)
“
Zeig mir, wie du Liebe machst, schöner Fremder, ich habe dich schon so lange vergessen.
”
”
Benoîte Groult (Zout op mijn huid)
“
Ich liebe dich", sagt Sylvester, und er sagt das, als würde ihn jemand dabei fotografieren.
”
”
Mariana Leky (Erste Hilfe)
“
Sah ein Knab' ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
war so jung und morgenschön,
lief er schnell, es nah zu sehn,
sah's mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Knabe sprach: „Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!“
Röslein sprach: „Ich steche dich,
dass du ewig denkst an mich,
und ich will's nicht leiden.“
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Und der wilde Knabe brach's
Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
half ihm doch kein Weh und Ach,
musst' es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
”
”
Johann Wolfgang von Goethe (Gedichte (Bd. 1).)
“
Dich hab ich nicht erreicht-
Doch nähert Tag für Tag
Sich dir mein Fuß
Drei Flüsse noch und ein Berg
Ich überqueren muss.
Noch Eine Wüste, noch ein Meer,
Die Reise aber zähl ich nicht,
Wenn ich dann vor Dir steh.
Wir schreiten leicht, wie Schnee wir stehen,
die Wasser murmeln leis.
Flüsse, Wüsten, Berg und Meer
sind von uns durchlaufen.
Doch Tod entreißt mir meinen Preis,
Dich schauend, er gewinnt.
”
”
Emily Dickinson
“
Ich blieb erst mal liegen. Denn wenn man in nem Bett liegt, will man nirgends anders mehr sein. Als gäbe es ne Superkraft, die dich dort festhält. Dagegen kannste nix machen, weil's eben ne Superkraft is'.
”
”
Jochen Gutsch (Frankie)
“
Deine Texte, also die, die ich kenne, die sind echt.", sagte er. "ich kenne dich gar nicht, aber ich weiß es trotzdem. Ich spüre das beim Lesen, es tut mit jeder Zeile weh, und gleichzeitig macht es süchtig.
”
”
Sarah Sprinz (What if we Trust (What If, #3))
“
Du hast mir mal gesagt, nach dem Regen folgt immer Sonnenschein. Aber was mache ich, wenn der Regen nicht aufhört? Oh, ich weiß was du sagen würdest: Dann stell dich gefälligst rein! Tanzen kannst du überall.
”
”
Ava Reed
“
Wie ich dich liebe, wenn du grinst. Wenn sich dein Gesicht auf einen Schlag ganz weit öffnet und deine schönen Wimpern Licht in deine Augen lassen und alles um deinen Kopf herum merkwürdig zu flimmern scheint. Ich habe noch nie so viel Freundlichkeit und Wärme in einem Gesicht gesehen wie in deinem, wenn du lächelst. Es macht mich jedes Mal ganz sprachlos. Jedes Mal wie ein kleiner Tritt in den Magen. Ein schöner Tritt. Kann man das so sagen? Dein Lächeln ist wie ein schöner Tritt in den Magen. Es nimmt mir den Atem. Kurz und schmerzhaft.
”
”
Sarah Kuttner (Wachstumsschmerz)
“
Stell dir dein Leben vor wie ein großes Haus mit vielen Zimmern, Phil. Einige dieser Zimmer sind leer, andere voller Gerümpel. Manche sind groß und voller Licht und wieder andere sind dunkel, sie verbergen Schrecken und Kummer. Und ab und zu - nur ab und zu, hörst du ? - öffnet sich zu einem dieser schrecklichen Zimmer und du musst hineinsehen, ob du willst oder nicht. Dann bekommst du große Angst, so wie jetzt. Weißt du, was du dann tust?" Ich schüttelte den Kopf. Tereza "Dann denkst du daran, dass es dein Leben ist - dein Haus, mit deinen Zimmer. Du hast die Schlüssel, Phil. Also schließt du die Tür zu diesem schrecklichen Zimmer einfach zu" Phil "Und dann werfe ich den Schlüssel weg" Tereza "Nein, das darfst du nicht tun, niemals! Denn eines Tages spürst du vielleicht, dass nur durch dieses schreckliche Zimmer der Weg in einen größeren, schöneren Teil des Hauses führt. Und dann brauchst du den Schlüssel. Du kannst deine Angst für eine Weile aussperren, aber irgendwann musst du dich ihr stellen" Phil "Wenn ich größer bin?" Tereza "Größer und mutiger, mein Kleiner. Und vielleicht auch nicht mehr allein.
”
”
Andreas Steinhöfel
“
Wäre ich ein Zimmermann, würde ich dir ein Fenster zu meiner Seele zimmern.
Wenn du hineinschauen würdest, sähest du dich selbst in der Scheibe gespiegelt.
Und dann wüsstest du, dass meine Seele ein
Spiegelbild von deiner ist.
”
”
Colleen Hoover (Point of Retreat (Slammed, #2))
“
Du hast dich selber überwunden: aber warum zeigst du dich mir nur als den Überwundenen? Ich will den Siegreichen sehen: wirf Rosen in den Abgrund und sprich: "Hier mein Dank dem Unthiere, dafür daß es mich nicht zu verschlingen wußte!
”
”
Friedrich Nietzsche (Nachgelassene Fragmente 7/1882-Winter 1883/84: Kritische Gesamtausgabe)
“
F.:
Du nennst dich einen Theil und stehst doch ganz vor mir?
M.:
Bescheidne Wahrheit sprech' ich dir.
Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt,
Gewöhnlich für ein Ganzes hält;
Ich bein ein Theli des Theils, der Anfangs alles war,
Ein Theil der Finsterniß, die sich das Licht gebar,
Das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht
Dan alten Rang, den Raum ihr streitig macht,
Und doch gelingts ihm nicht da es, so viel es strebt,
Verhaftet an den Körpern klebt.
Von Körpern strömt's, die Körper macht es schön,
Ein Körper hemmt's auf seinem Gange,
So, hoff' ich, dauert es nicht lange
Und mit den Körpern wirds zu Grunde gehn.
”
”
Johann Wolfgang von Goethe (Faust, First Part)
“
Luca: Du musst eins wissen, Sage. Ich mag die meistne Menschen nicht.
Sage: So was Ähnliches hast du schon einmal gesagt.
Luca: Aber die Menschen, die ich mag, bedeuten mir alles. bis vor Kurzem gab es auf der ganzen Welt nur vier Leute, die mir wichtig waren. Mein Dad, meine Stiefmutter, April und Gavin. ich habe nicht geplant, dass noch jemand anderes dazukommt. Aber jetzt steht auc hdien Name auf dieser Liste, und das macht es unmöglich für mich, mir keine Sorgen zu machen. Du hast mich einmal gefragt, ob ich wegen Cameron etwas Dummes unternehmen würde, wenn er April zu nahe kommt. Ich habe Nein gesagt, weil Cam ein anständiger Kerl ist. Aber ich habe kein Problem damit, Alan etwas anzutun, wenn der dich zum Weinen bringt. Ein Wort von dir genügt.
”
”
Laura Kneidl (Berühre mich. Nicht. (Berühre mich. Nicht., #1))
“
Niemals anders sah ich dich erwachen
Als mit einem heitern Lachen,
Gleich als ob vom Paradiesesbaume
Blüten du gepflückt im Traume.
Und so hoff' ich, dass mit heiterm Lachen
Du auch jetzt wirst erwachen
Droben von des Lebens kurzem Traume
Unterm Paradiesesbaume.
”
”
Friedrich Rückert (Kindertodtenlieder)
“
Lösch mir die Augen aus"
Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn,
wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören,
und ohne Füße kann ich zu dir gehn,
und ohne Mund noch kann ich dich beschwören.
Brich mir die Arme ab, ich fasse dich
mit meinem Herzen wie mit einer Hand,
halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen,
und wirfst du in mein Hirn den Brand,
so werd ich dich auf meinem Blute tragen.
"Put out my eyes, and I can see you still"
Put out my eyes, and I can see you still,
Slam my ears too, and I can hear you yet;
And without any feet can go to you;
And tongueless, I can conjure you at will.
Break off my arms, I shall take hold of you
And grasp you with my heart as with a hand;
Arrest my heart, my brain will beat as true;
And if you set this brain of mine afire,
Then on my blood-stream I yet will carry you.
”
”
Rainer Maria Rilke (Rilke's Book of Hours: Love Poems to God)
“
Ich liebe dich, und ich weiss, dass Liebe nichts als ein Ruf in die Wüste ist und dass das Vergessen unvermeidbar ist und dass wir alle Verdammte sind und dass ein Tag kommt, wenn all unsere Werke zu Staub zerfallen, eine Zeit, wenn sich niemand daran erinnert, dass es einst Kreaturen gab, die in selbst gebauten Maschinen geflogen sind, und ich weiss, dass die Sonne die einzige Erde, die wir je haben, irgendwann verschlucken wird, und ich liebe dich.
”
”
John Green (The Fault in Our Stars)
“
Hast du Lust, ein Spiel zu spielen? Ich bin der König und du darfst meine Dame sein.
Aber Vorsicht, es wird nur einen geben, der deine Züge bestimmt.
Wir werden sehen, wer das sein wird.
Auf jeden Fall habe ich dich gerade aufs Spielfeld gezerrt. Dein Leben ist jetzt mein Einsatz. Ob du willst oder nicht.
”
”
J.S. Wonda (Very Bad Kings (Kingston University, #1))
“
Du musst dir die Haare schneiden lassen", murmelte Sascha.
Er küsste sie nocheinmal und lächelte. "Ich fürchte mich vor Scheren."
"Ausflüchte." Sie strich über Lucas Haar. "Du stellst dich genauso verrückt wie die Mädchen an, wenn es um dein Haar geht."
"Erwischt." Eine warme, liebevolle Hand auf ihrem Bauch. "Was macht der Rockstar?"
"Getöse, wie immer.
”
”
Nalini Singh (Bonds of Justice (Psy-Changeling, #8))
“
Da taeuscht du dich. Hier liegen die Erinnerungen Hunderter von Menschen, ihre Leben, Gefühle, Illusionen, ihre Abwesenheit, die Traeume, die sie nie verwirklichen konnten, die Enttaeuschungen, Irrtuemer und unerwiderten Lieben, die ihnen das Leben vergiftet haben. All das ist hier - auf immer festgehalten." Ich schaute sie neugierig und ein wenig befangen an, ich wusste nicht genau, wovon sie eigentlich sprach. Für sie war es jedenfalls wichtig. "Man kann vom Leben nichts verstehen, solange man den Tod nicht versteht", sagte sie.
”
”
Carlos Ruiz Zafón (Marina)
“
Gut', sagte er und zwinkerte mir zu. 'Mach nicht denselben Fehler wie ich. Versteck dich nicht ewig hier drin.
”
”
Ernest Cline (Ready Player One (Ready Player One, #1))
“
Du darfst so nicht lächeln. So darfst du niemanden anlächeln. Ich liebe dich!
”
”
Thomas Mann (Der Tod in Venedig Von Thomas Mann: ( GERMAN EDITION ))
“
Wenn ich dich in Tokio besuche, will ich auch auf so ein fancy Date", bemerkt sie abwesend. "Wenn", nicht "falls". Und da ist es wieder – das Wir in jedem Satz.
”
”
Mehwish Sohail (Like water in your hands (Like This, #1))
“
Ich riss mich zusammen und sagte: »Ruh dich aus, Lukas.«
Sein Mundwinkel zuckte.
”
”
A. Kuralie (All die Worte zwischen uns)
“
Würde Gott wollen, dass ich auf dich verzichte, hätte er mich nicht zu dem gemacht, der ich bin
”
”
Sally Rooney
“
O meine Seele, ich gab dir neue Namen und bunte Spielwerke, ich hieß dich "Schicksal" und "Umfang der Umfange" und "Nabelschnur der Zeit" und "azurne Glocke".
”
”
Friedrich Nietzsche (Also sprach Zarathustra und andere Schriften)
“
Du dämlicher Fickstock, ich könnte dich die nächsten zehn Jahre lang bescheißen. Vielleicht tu ich das sogar.
”
”
Stephen King (Roadwork)
“
Hältst du mich für einen Gentleman?"
"Ich halte dich für alles andere als geistreich.
”
”
J.P. Monninger (The Map That Leads to You)
“
Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
”
”
Johann Wolfgang von Goethe
“
Wie ich dich liebe? Lass mich zählen wie.
Ich liebe dich so tief, so hoch, so weit,
als meine Seele blindlings reicht [...].
”
”
Elizabeth Barrett Browning
“
Ich habe es dir gesagt. So weit bringt dich Romantik – zu einer Schlinge um den Hals und einer verrückten Frau mit zwei Schusswaffen irgendwo hinter dir.
”
”
Stephen King (The Drawing of the Three (The Dark Tower, #2))
“
gemacht und wohl auch überrascht. Diese blauen, blauen Augen, dieses eisige Blau in deinem Blick, der mich traf, als könnte
”
”
Lucy Christopher (Ich wünschte, ich könnte dich hassen)
“
Sie hebt eine Augenbraue. »So eingebildet kenn' ich dich gar nicht.« Ein Grinsen entlockt sich seiner Miene, aber er zuckt die Schultern. »Ich bin im Stillen selbstverliebt.«
”
”
Martina Riemer (Essenz der Götter I (Essenz der Götter, #1))
“
»Es gibt kein dich und mich«, seufzte Cain. »Nicht, wenn es um die Jagd geht. Du und ich sind jetzt ein ›Wir‹, Warden.«
”
”
Laura Kneidl (Blood & Gold (Elemente der Schattenwelt, #1))
“
Und ich weiß, dass die Liebe nur ein Schrei im Nichts und das Vergessen unvermeidlich ist, doch ich habe mich in dich verliebt.
”
”
John Green (The Fault in Our Stars)
“
ÖDIPUS. Wie packt mich, da ich eben dich gehört hab, Frau, der Seele Irrlauf und Erschütterung des Geistes!
”
”
Sophocles (Oedipus Rex (The Theban Plays, #1))
“
Ich liebe dich so sehr!
”
”
Lailah Gifty Akita (Think Great: Be Great! (Beautiful Quotes, #1))
“
Ich habe dich gesucht und werde dich nach Hause zurückholen. Und zu Hause ist immer da, wo wir zusammen sind.
”
”
Nikola Hotel (It was always you (Blakely Brüder, #1))
“
Wer liebt dich?
Ich liebe dich.
And if you know what that means, you deserve a cookie.
”
”
Vivien of the Icewings
“
Ich habe auf Dich gewartet, sagte die Frau. Ich habe Dich nicht gekannt, aber man kann auch auf Jemanden warten, den man noch nie gesehen hat.
”
”
Marie Luise Kaschnitz (Eisbären)
“
»Alles. Wird. Gut. Baby. Wir sind hier. Wir werden nicht gehen. Und wenn die anderen doch gehen müssen, werde ich immer bleiben. Ich werde immer hier sein, um dich zu beschützen.«
”
”
J.S. Wonda (Very Bad Bastards (Kingston University, #6))
“
„Ich war nur siebenmal verheiratet, und nie hat es sich auch nur halb so gut angefühlt wie jetzt. Ich glaube, dich zu lieben ist das Wahrhaftigste an mir.
”
”
Taylor Jenkins Reid (The Seven Husbands of Evelyn Hugo)
“
Wie Du mich auch liebst, stärker liebe ich Dich doch. Doch nie verberge Dich vor mir.
”
”
Ludwig van Beethoven
“
Ich mag dich, aber nicht deine idiotischen Freunde.
”
”
Jack Kerouac (On the Road)
“
Es tut weh, dich zu lieben, kleiner Vogel! – Und es ist Wahnsinn! Ich weiß es! Aber – die Mächte, die mein Schicksal lenken, mögen mir vergeben – ich tue es trotzdem!
”
”
Lynn Raven (Der Kuss des Kjer)
“
Ich schau dich mit all dem Licht und Dunkel an, das ich habe "
G.Seferis
”
”
George Seferis
“
Und ich sag, du kannst dich nicht nicht um 'nen Lichtfleck kümmern.
”
”
Stephen King (Sleeping Beauties)
“
...: ich mußte immer wieder aufstehen, so kalt war es im ensetzlichen Dunkel. Aber ich wartete, wartete, wartete auf Dich wie auf mein Schicksal.
”
”
Stefan Zweig
“
Er hatte nicht gesagt: „Ich liebe dich“, aber er hielt ihre Hand. Das ist Glück, das ist es, dachte er.
-Richard Dalloway (Virginia Woolf)
”
”
Virginia Woolf (Mrs. Dalloway)
“
Hier konnte niemand sonst Einlaß erhalten, denn die- ser Eingang war nur für dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn.
”
”
Franz Kafka (Der Process, Das Schloß, Beim Bau der Chinesischen Mauer, Der Heizer, Brief an den Vater. (German Edition))
“
Zu Hause erwartete mich Stille, ein mir seit Jahren vertrautes Geräusch. Doch wie sehr war mir diese Einsiedlerexistenz inzwischen zuwider, diese Unfähigkeit, am Leben teilzunehmen. Immer nur geträumt, nie wirklich wach gewesen. Sieh dich an, dachte ich, was sehnst du dich in Gesellschaft so oft danach, allein zu sein, wenn du das Alleinsein kaum noch aushältst?
”
”
Benedict Wells (Vom Ende der Einsamkeit)
“
Was ist denn das? Wo soll ich hin? Immer hin. Immer her. Wollten wir nicht tanzen? Sind denn Küsse so vergeblich? - Mein Kopf. Wo ist mein Kopf? Ich wollte mit dir über die Wahrheit sprechen. Aber du: du sprichst nicht. Du schweigst. Dann schweige. Durch die Zeit, da werde ich dich nicht mehr umhertragen - nein. Es ist so dunkel. Lebe wohl. In Tränen schwor ich ihr Treue.
”
”
Moritz Rinke
“
Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn,
wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören,
und ohne Füße kann ich zu dir gehn,
und ohne Mund noch kann ich dich beschwören.
Brich mir die Arme ab, ich fasse dich
mit meinem Herzen wie mit einer Hand,
halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen,
und wirfst du in mein Hirn den Brand,
so werd ich dich auf meinem Blute tragen.
”
”
Rainer Maria Rilke
“
Daisuki1.” His deep thrust makes me gasp. “Szeretlek2.” He presses his lips against my forehead. My pulse flutters at the gesture, sending a rush of pleasure all the way to my toes. “Ich liebe dich3.
”
”
Lauren Asher (Terms and Conditions (Dreamland Billionaires, #2))
“
Farrens Grinsen wurde breiter, und der große Mann wich vor seiner gefährlichen Kraft zurück. "Versuch dein Glück, wenn du willst. Dich in Stücke zu hauen wäre das erste Vergnügen, das ich heute hätte.
”
”
Stephen King (The Talisman (The Talisman, #1))
“
Neueste Väterweisheit
Zieh nun also in die Welt,
Tue beharrlich, was dir gefällt,
Werde keiner Gefühle Beute,
Meide sorglich arme Leute,
Werde kein gelehrter Klauber,
Wissenschaft ist fauler Zauber,
Sei für Rothschild statt für Ranke,
Nimm den Main und laß die Panke,
Nimm den Butt und laß die Flunder,
Geld ist Glück, und Kunst ist Plunder,
Vorwärts auf der schlechtsten Kragge,
Wenn nur unter großer Flagge.
Pred'ge Tugend, pred'ge Sitte,
Millionär ist dann das dritte,
Quäl dich nicht mit »wohlerzogen«.
Vorwärts mit den Ellenbogen,
Und zeig jedem jeden Falles:
»Du bist nichts, und ich bin alles.«
”
”
Theodor Fontane
“
Du", sagte er, leise, selbstvergessen. "Du und ich. Wir sind nicht wie Feuer und Wasser. Wir sind wie Feuer und Benzin. Ich brenne, aber wenn man dich über mich kippt, fackele ich alles lichterloh nieder.
”
”
Becca Braun
“
Ich versteh dich nicht.« Theodora schmiss ärgerlich ihren Stift hin. »Gehst du immer dahin, wo du nicht erwünscht bist?«
Eleanor lächelte friedfertig. »Ich bin noch nirgendwo erwünscht gewesen«, sagte sie.
”
”
Shirley Jackson (The Haunting of Hill House)
“
Dort auf den Treppen, auf denen man ganz Wien überblicken kann, schlage ich Emily Dickinson auf und lese über das Niemandsein, über die Wahrheit, die dich wie ein Blitz trifft, und die Lügen, wie Donnerschläge.
”
”
Mehwish Sohail (Like water in your hands (Like This, #1))
“
Selige Sehnsucht
Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend'ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.
In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Ueberfällt die fremde Fühlung
Wenn die stille Kerze leuchtet.
Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsterniß Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.
Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt,
Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.
”
”
Johann Wolfgang von Goethe
“
Ich liebe Lippen. Um ihrer Farbe, ihrer Form und ihrer Weichheit willen. Ich liebe sie, weil sie sich nicht berühren, wenn sie sagen: "Ich hasse dich", und weil sie sich berühren, wenn sie sagen: "Ich liebe dich".
”
”
Fabio Volo
“
Das ist ein Balztanz, um dich kennenzulernen. Es ist nämlich so: Ich mag dich. Du hast mir von Anfang an gefallen. Wenn ich Federn hätte, würde ich sie aufstellen und rumstolzieren, um dir mein Interesse zu zeigen.
”
”
J.P. Monninger (The Map That Leads to You)
“
Auch ich habe Dich sicher oft mit Worten gekränkt, aber dann wußte ich es immer, es schmerzte mich, aber ich konnte mich nicht beherrschen, das Wort nicht zurückhalten, aber ich bereute es schon, während ich es sagte.
”
”
Franz Kafka (Letter to His Father)
“
Ich würde dir jetzt gerne sagen, dass du meine Liebe ganz leicht bekommen kannst. Sie liegt für dich bereit, auf einem Silbertablett serviert. Du musst nur kommen und sie dir holen, was du vermutlich nicht hören willst.
”
”
Laura Kneidl (Zerbrich uns. Nicht. (Berühre mich. Nicht., #4))
“
Ich weiß, Frauen haben Dir, dem Verwöhnten, oft dieses Wort gesagt. Aber glaube mir, niemand hat Dich so sklavisch, so hündisch, so hingebungsvoll geliebt wie dieses Wesen, das ich war und das ich für Dich immer geblieben bin.
”
”
Stefan Zweig (Brief einer Unbekannten)
“
dann wirst du an dem Ort, an den ich dich schicke, ein Leben in ländlicher Heiterkeit leben, und dort wirst du auch sterben: voller Jahre und wahrscheinlich mit einem falschen, aber zweifellos erfreulichen Gefühl, erlöst zu sein.
”
”
Stephen King (Wolves of the Calla (The Dark Tower, #5))
“
Und während ich dich so anschaute, entdeckte ich all die wunderbaren Unvollkommenheiten an dir, deren unzählbare Menge die Menschen insgesamt und dich im besonderen ebenso liebebedürftig wie liebenswert und so einzigartig machen.
”
”
Hans Bemmann (Die beschädigte Göttin)
“
Erst wenn ich dich
als Schatten berühre,
glaubst du mir meinen
Mund,
der klettert mit Spät-
sinnigem droben
in Zeithöfen
umher,
du stößt zur Heerschar
der Zweitverwerter unter
den Engeln,
Schweigewütiges
sternt.
”
”
Paul Celan
“
Seine rehbraunen Augen blinkern mich verschmitzt von unten an.
"Wie oft machst du es dir selbst?"
Meine Güte, ist der Knabe dreist.
"Stündlich, und ich denke dabei nur an dich" antworte ich wie aus der Pistole geschossen und kann dabei zusehen, wie die Röte von seinem Hals hinauf in die Wangen wandert. Jules grinst breit, Maggie vergräbt prustend das Gesicht in ihren Händen. Was Falk denkt, weiß nur der liebe Gott, aber er gibt Tobias einen mahnenden Klaps auf den Hinterkopf.
”
”
Bettina Belitz (Linna singt)
“
Willst du die Blüte des frühen, die
Früchte des späteren Jahres,
Willst du, was reizt und entzückt,
Willst du, was sättigt und nährt,
Willst du den Hummel, die erde mit
Einem Namen begreifen,
Nenn' ich, Sakuntala, dich, und
dann ist alles gesagt.
”
”
Johann Wolfgang von Goethe
“
Sind wir doch mal ehrlich: Phoenix hat mich in der hand. Er wird mich so lange benutzen, bis irgendein feindlicher Agent es schafft, mich zu erledigen. Ein Einsatz nach dem nächsten, eine Mission nach der anderen, kein Leben, kein Zuhause. Das war einige Jahre okay, ich wusste, wofür ich das mache. Aber jetzt gibt es etwas, für dass ich nicht nur meinen hals riskieren würde, sondern alles." Er sah mir in die Augen. "Und das sind wir. ich will dich nicht verlieren. Ich kann dich nicht verlieren.
”
”
Lena Kiefer (Der Himmel wird beben (Ophelia Scale, #2))
“
Kamerad, ich wollte dich nicht töten. Sprängst du noch einmal hier hinein, ich täte es nicht, wenn auch du vernünftig wärest. Aber du warst mir vorher nur ein Gedanke, eine Kombination, die in meinem Gehirn lebte und einen Entschluß hervorrief - diese Kombination habe ich erstochen. Ich habe gedacht an deine Handgranaten, an dein Bajonett und deine Waffen - jetzt sehe ich deine Frau und dein Gesicht und das Gemeinsame. Vergib mir, Kamerad! Wir sehen es immer zu spät. Warum sagt man uns nicht immer wieder, daß ihr ebenso arme Hunde seid wie wir, daß eure Mütter sich ebenso ängstigen wie unsere und daß wir die gleiche Furch vor dem Tode haben und das gleiche Sterben und den gleichen Schmerz -. Vergib mir, Kamerad, wie konntest du mein Feind sein.
”
”
Erich Maria Remarque (Im Westen nichts Neues)
“
Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft.
Es war ein Traum.
Das küßte mich auf deutsch, und sprach auf deutsch
(Man glaubt es kaum,
Wie gut es klang) das Wort: "Ich liebe dich!"
Es war ein Traum.
”
”
Heinrich Heine
“
Er hat viel geschrien. Auf herzzerreißende Weise, wie ich hörte. Und aus irgendeinem Grund hat er seinen Schreien viele Drohungen hinzugefügt, die sich auf dich bezogen."
"Ich werde versuchen, in meinem Terminkalender ausreichend Platz für sie freizuhalten, Herr.
”
”
Terry Pratchett (Feet of Clay (Discworld, #19; City Watch, #3))
“
„»Ich bin mir nicht sicher, ob ich ohne dich einen Grund habe, um weiterzumachen«, sagte sie.
»Ach, hör mit dieser Schulmädchenscheiße auf, das passt nicht zu dir. Du wirst genug Gründe finden, weiter den Weg entlangzustolpern, wenn dir nichts anderes übrig bleibt.
”
”
Stephen King (Wizard and Glass (The Dark Tower, #4))
“
Ich möchte dir ein Liebes schenken,
das dich mir zur Vertrauten macht:
aus meinem Tag ein Deingedenken
und einen Traum aus meiner Nacht.
Mir ist, daß wir uns selig fänden
und daß du dann wie ein Geschmeid
mir löstest aus den müden Händen
die niebegehrte Zärtlichkeit.
”
”
Rainer Maria Rilke (Ich möchte Dir ein Liebes schenken: Ausgesuchte Liebesgedichte)
“
Irgendwie fühle ich mich immer noch wie ein Kind. Pass auf, dass du das nicht verlierst; das ist mein Rat an dich. Die Welt wird alles tun, um dich zu bescheißen, aber wenn du dein Leben lang irgendwo tief drin ein bisschen sechzehn bist, dann kommst du schon irgendwie durch.
”
”
Reif Larsen
“
„Weißt du, warum ich begonnen hatte, an diesen Dämon zu glauben?“, fragte er leise.
Ich schüttelte den Kopf.
„Weil mein Wunsch in Erfüllung gegangen ist, in genau dem Moment, in dem ich dich kennen gelernt habe.“
„Du hattest dir gewünscht, jemanden kennenzulernen, der einen stinkigen Käse in seinem Koffer hat?“
Er lachte nicht über meinen zugegeben ein bisschen mageren Witz, sondern fuhr mit einem Finger die Konturen meiner Lippen nach. „Du bist wie ich“, sagte er ernst. „Du liebst Rätsel. Du spielst gern. Du gehst mit Vorliebe Risiken ein. Wenn es droht, gefährlich zu werden, wird es für dich erst richtig spannend.“ Er beugte sich noch ein bisschen näher, und ich konnte seinen warmen Atem spüren. „Das habe ich mir gewünscht. Dass ich jemanden treffe, in den ich mich verlieben kann. Du bist mein Herzenswunsch, Liv Silber.
”
”
Kerstin Gier (Das erste Buch der Träume (Silber, #1))
“
#54 Meinem Leser
Ein gut Gebiss und einen guten Magen –
Diess wünsch' ich dir!
Und hast du erst mein Buch vertragen,
Verträgst du dich gewiss mit mir!
(To My Reader
Strong teeth and good digestion too -
this I wish thee!
And once my book's agreed with you,
then surely you'll agree with me! )
”
”
Friedrich Nietzsche (The Gay Science: With a Prelude in Rhymes and an Appendix of Songs)
“
Du entfernst dich von mir, du Stunde.
Wunden schlägt mir dein Flügelschlag.
Allein: was soll ich mit meinem Munde?
mit meiner Nacht? mit meinem Tag?
Ich habe keine Geliebte, kein Haus,
keine Stelle auf der ich lebe.
Alle Dinge, an die ich mich gebe,
werden reich und geben mich aus.
[Der Dichter]
”
”
Rainer Maria Rilke (88 Gedichte)
“
Ich kenne dich«, sagte Eddie. »Ich habe eine Menge von deinesgleichen gesehen. Du bist nichts weiter als ein Narr, der mit einer Flagge in einer und einer Kanone in der anderen Hand ›vorwärts, ihr christliche Soldaten‹ singt. Ich will keine Ehre. Ich will nur ein Brathähnchen und einen Schuss. In dieser Reihenfolge.
”
”
Stephen King (The Drawing of the Three (The Dark Tower, #2))
“
»Dann erinnerst du dich also an alles?«
»Besonders gerne an den Kuss im Wandschrank.«
Ich stöhnte leise und fuhr mir genervt durchs Haar. »Das war doch nur ein einziger Kuss. Ich habe dich bloß geküsst, weil ich dich zum Schweigen bringen wollte, damit Sawyers Mom uns nicht entdeckt und wir keinen Ärger kriegen. Du küsst doch sicher ständig Mädchen und danach geht ihr getrennte Wege. Außerdem kann ich deinen besten Freund nicht leiden.«
Levi legte nachdenklich den Kopf zur Seite. »Weißt du, Tate, ich kann Sawyer manchmal auch nicht leiden. Sieh ihn dir doch nur an! Wie er sein Haar trägt, das ist doch echt abartig. Wir haben voll was gemeinsam.«
Automatisch blickte ich zu Sawyer hinüber, um seine Frisur abzuchecken. Wie immer waren seine Haare durcheinander und wuschelig und nicht mal wirklich das, was ich unbedingt eine richtige Frisur nennen würde.
»Sieht er nicht immer so aus?«
»Sag das doch nicht so laut! Ich versuche es immer wieder zu verdrängen, damit wir beide mit diesem Umstand leben können. Du verletzt sonst seine Gefühle.«
»Sawyer hat Gefühle?«, fragte ich sarkastisch.
»Können wir nicht lieber über meine Gefühle reden?«, erwiderte Levi und rückte mit seinem Stuhl näher.
»Sehe ich aus wie eine Therapeutin?«
»Nein«, antwortete er. »Dafür bist du zu süß.«
”
”
Tanja Voosen (Mondfunken)
“
All diese Ratschläge, die ich Dir gebe, sind vergeblich und töricht. Niemand wird sie befolgen können. Aber ich wollte nichts anderes als: Bei Gelegenheit Deiner Kunst ein Gedicht schreiben, dessen Inbrunst Dir in die Wangen steigt. Es handelte sich darum, Dich zu entflammen, nicht Dich zu lehren." -Genet (Der Seiltänzer)
”
”
Jean Genet
“
Der Erlkönig
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind ?
Es ist der Vater mit seinem Kind ;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.
Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht ?-
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht ?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif ?-
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -
"Du liebes Kind, komm, geh mit mir !
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir ;
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand."
Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht ?-
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind !
In dürren Blättern säuselt der Wind.-
"Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn ?
Meine Töchter sollen dich warten schön ;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein."
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort ?-
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau :
Es scheinen die alten Weiden so grau.-
"Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt ;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an !
Erlkönig hat mir ein Leids getan !
Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not ;
In seinen Armen das Kind war tot.
”
”
Johann Wolfgang von Goethe (Selected Poetry)
“
Ich tat die Augen auf und sah das Helle,
Mein Leid verklang wie ein gehauchtes Wort. -
Ein Meer von Licht drang flutend in die Zelle
Das trug wie eine Welle mich hinfort.
Und Licht ergoß sich über jede Stelle,
Durchwachte Sorgen gingen leis zur Ruh. -
Ich tat die Augen auf und sah das Helle,
Nun schließ ich sie bald nicht wieder zu.
”
”
Mascha Kaléko (Sei klug und halte dich an Wunder)
“
Maifest
Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!
Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig,
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch,
Und Freud und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd, o Sonne!
O Glück, o Lust!
O Lieb', o Liebe,
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn;
Du segnest herrlich
Das frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt.
O Mädchen, Mädchen,
Wie lieb' ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!
So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmels Duft,
Wie ich dich liebe
Mit warmem Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud und Mut
Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst!
Sei ewig glücklich
Wie du mich liebst!
”
”
Johann Wolfgang von Goethe (Gedichte)
“
Reden wir über Schmerz. Schmerz ist eine Form von Energie. Er kann erzeugt werden wie Elektrizität. Er kann fließen wie Strom. Er kann gleichmäßig sein oder pulsierend. Er kann stark und überwältigend sein, oder schwach und störend. Schmerz kann einen Mann zum Reden bringen. Was viele Menschen nicht wissen - Schmerz kann einen Mann zum Nachdenken bringen. Er kann einen Menschen nach seinem Abbild formen. Er kann ihn zu dem machen, was er selbst ist. Ich kenne den Schmerz. Ich habe ihn verstanden. Er hat mich Dinge gelehrt. Zum Beispiel, dass die Menschen ihn fürchten. Zugleich können sie viel mehr Schmerzen ertragen, als sie glauben. Wenn ich dir beispielsweise sage, dass ich dir eine Nadel in den Arm ramme, wirst du Angst bekommen. Wenn ich es tatsächlich tue, wird der Schmerz unerträglich sein. Aber wenn ich es wieder tue, und wieder und wieder, jede Stunde, ein ganzes Jahr lang, wirst du dich daran gewöhnen. Es wird dir niemals gefallen, doch du fürchtest dich auch nicht mehr davor. Genau darum geht es.
”
”
Cody McFadyen (The Face of Death (Smoky Barrett, #2))
“
Wenn das liebe Tal um mich dampft und die hohe Sonne an der Oberfläche der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege und näher an der Erde tausend mannigfaltige Gräschen mir merkwürdig werden;
...
Es ist wunderbar: wie ich hierher kam und vom Hügel in das schöne Tal schaute, wie es mich ringsumher anzog - Dort das Wäldchen! - Ach könntest du dich in seine Schatten mischen! - Dort die Spitze des Berges! - Ach könntest du von da die weite Gegend überschauen! - Die ineinandergeketteten Hügel und vertraulichen Täler! - O könnte ich mich in ihnen verlieren! - - Ich eilte hin und kehrte zurück und hatte nicht gefunden, was ich hoffte. O es ist mit der Ferne wie mit der Zukunft! Ein großes dämmerndes Ganze ruht vor unserer Seele, unsere Empfindung verschwimmt darin wie unser Auge, und wir sehnen uns, ach! unser ganzes Wesen hinzugeben, uns mit aller Wonne eines einzigen, großen, herrlichen Gefühls ausfüllen zu lassen.
”
”
Johann Wolfgang von Goethe (The Sorrows of Young Werther)
“
BECKMANN: Ich soll leben, sagst du! Dieses Leben leben? Dann sag mir auch: Wozu? Für Wen? Für was?
DER ANDERE: Für dich! Für das Leben! Deine Straße wartet. Und hin und wieder kommen Laternen. Bist du so feige, daß du Angst hast vor der Finsternis zwischen zwei Laternen? Willst du nur Laternen haben? Komm, Beckmann, weiter, bis zur nächsten Laterne.
”
”
Wolfgang Borchert (Draußen vor der Tür)
“
Rafael: „Wow, Princesa, missmutig wie eh und je! Du bist sogar noch besser gelaunt als bei unserer letzten Begegnung. Du solltest es vielleicht mit Lachen probieren – oder zumindest mit einem kleinen Lächeln? Sonst mache ich mir nämlich echt Sorgen um dich. Oder … ich könnte anfangen zu glauben, dass es an mir liegt!? Das wollen wir doch beide nicht, oder?
”
”
Martina Riemer (Glasgow RAIN: Küsse im Regen)
“
Wie lustig,' fuhr sie fort, 'dass du selbst nach so langer Zeit noch immer erwartest, dass man dich belohnt, nur weil du gehorsam warst. Ich dachte, du hättest deine Lektion im Palast unseres Vaters gelernt. Niemand war so unterwürfig und einfältig wie du, und trotzdem trat der mächtige Helios dich umso rascher mit Füßen, denn du kauertest ja bereits da unten.
”
”
Madeline Miller (Circe)
“
»Wie lustig, « fuhr sie fort, »dass du selbst nach so langer Zeit immer noch erwartest, dass man dich belohnt, nur weil du gehorsam warst. Ich dachte, du hättest diese Lektion im Palast unseres Vaters gelernt. Niemand war so unterwürfig und ein-faltig wie du, und trotzdem trat der mächtige Helios dich umso rascher mit Füßen, denn du kauertest ja bereits da unten.«
”
”
Madeline Miller (Circe)
“
Aus "Zueignung"
Ich kenne dich, ich kenne deine Schwächen,
Ich weiß, was Gutes in dir lebt und glimmt!
– So sagte sie, ich hör sie ewig sprechen –
Empfange hier, was ich dir lang bestimmt;
Dem Glücklichen kann es an nichts gebrechen,
Der dies Geschenk mit stiller Seele nimmt:
Aus Morgenduft gewebt und Sonnenklarheit,
Der Dichtung Schleier aus der Hand der Wahrheit.
”
”
Johann Wolfgang von Goethe
“
Ich finde dich in allen diesen Dingen,] Ich finde dich in allen diesen Dingen, denen ich gut und wie ein Bruder bin; als Samen sonnst du dich in den geringen und in den großen giebst du groß dich hin. Das ist das wundersame Spiel der Kräfte, daß sie so dienend durch die Dinge gehn: in Wurzeln wachsend, schwindend in die Schäfte und in den Wipfeln wie ein Auferstehn.
”
”
Rainer Maria Rilke (The Selected Poetry of Rainer Maria Rilke)
“
Das habe ich gelernt: Liebe ist ein Wort, das du nur mit blutroter Tinte schreiben solltest. Liebe treibt dich dazu, die seltsamsten Dinge zu tun. Sie lässt dich regenbogenfarbene Bonbons verteilen, sie lässt dich in roten Schuhen durch die Straßen tanzen, und sie schreckt nicht davor zurück, dich nachts mit blutenden Händen Gräber in paradiesische Gärten hacken zu lassen. Liebe schlägt dir tiefe Wunden, aber auf eine ihr eigenen Art heilt sie auch deine Narben, vorausgesetzt, du vertraust ihr und gibst ihr die Zeit dazu. Meine Narben werde ich nicht anrühren. Ich werde neue Wunden davontragen, noch ehe die alten verheilt sind, und ich werde anderen Menschen Wunden zufügen. Jeder von uns trägt ein Messer.
So sind die Regeln, Paleiko.
”
”
Andreas Steinhöfel (Die Mitte der Welt)
“
Wo wären wir ohne das Morgen? Wir hätten stattdessen das Heute. Und wenn es so wäre, wenn ich mit dir das Heute hätte, dann würde ich hoffen, dass heute der längste Tag wäre. Ich würde ihn mit dir füllen und alles tun, was ich jemals geliebt habe. Ich würde lachen, ich würde reden, ich würde zuhören und lernen, und ich würde lieben, lieben, lieben. Ich würde aus jedem Tag ein Heute machen und jedes Heute mit dir verbringen, und niemals würde ich mir Sorgen um morgen machen, um den Tag, an dem ich nicht bei dir wäre. Und wenn dieses gefürchtete Morgen für uns kommt, dann sollst du wissen, dass ich dich nicht verlassen und auch nicht zurückgelassen werden wollte - und dass die Augenblicke mit dir die schönsten Augenblicke meines Lebens waren.
”
”
Cecelia Ahern
“
Sind das Schneeengel, die sie da nachmacht?" Und dabei dachte ich, Kelsey wäre verrückt. Obwohl Sarah, wie sie sich im Bett wälzte, eigentlich ganz süß aussah – auf die schräge Art.
„Oh Gott, ist die knuffig. Darf ich sie behalten, bitte, bitte“, flehte Kelsey neben mir und ihre Augen leuchten, was mich kurz zum Lachen brachte.
„Sie ist kein Chihuahua, denn du behalten kannst.“
Kelsey schmollte, was bedeutete, dass sie auf ihre typische Art, die Unterlippe wie ein Kleinkind nach vorne schob.
„Aber ich füttere sie auch und bin ganz lieb zu ihr. Versprochen.“
In diesem Moment stoppte Sarah abrupt mit ihren Bewegungen, setzte sich auf die Knie und starrte uns mit roten Wangen an. Zuerst blickte sie zu Kelsey, zu mir und dann wieder zu Kelsey, bevor sie bei mir hängen blieb.
„Hat sie etwa gerade gesagt, ich sei ein Hund?“
Ich prustete los und Kelsey zwinkerte Sarah zu.
„Eigentlich hat sie gesagt, dass du knuffig bist und sie dich behalten will, worauf ich gemeint habe, du bist kein Chihuahua.“
„Das ist aber auch nicht besser“, gab sie irritiert zurück, und ich zuckte mit den Schultern. „Es gibt aber Schlimmeres."
(Johnny)
”
”
Martina Riemer (Road to Hallelujah (Herzenswege #1))
“
Weh! Weh!
Süssestes Weib!
Du traurigste aller Getreuen!
Gegen dich wütet
in Waffen die Welt:
und ich, dem du einzig vertraut,
für den du ihr einzig getrotzt,
mit meinem Schutz
nicht soll ich dich schirmen,
die Kühne verraten im Kampf?
Ha, Schande ihm,
der das Schwert mir schuf,
beschied er mir Schimpf für Sieg!
Muss ich denn fallen,
nicht fahr' ich nach Walhall:
Hella halte mich fest!
”
”
Richard Wagner (Die Walküre)
“
Die unglaubliche Reise des Smithy Ide – Ron McLarty
Lieblingszitat:
“Lieber Smithy, das hier ist mein Brief an dich, aber ich werde ihn nicht abschicken. Ich schreibe am Fenster in meinem Zimmer, und das Fenster ist offen. Der Ahorn draußen in unserem Garten raschelt, und ich lasse es vom Wind zu dir tragen, denn er kann das, und ich glaube wirklich, dass Worte fliegen können.” S. 249
”
”
Ron McLarty (The Memory of Running)
“
DU zerbrichst Dir vielleicht den Kopf über langfristige Lösungen; ich versichere Dir, die gibt es nicht. Alle Wunden sind tödlich. Nimm, was Dir gegeben wird. Manchmal wird der Strick etwas gelockert, aber er hat immer ein Ende. Na und. Freu Dich, wenn er gelockert wird, und verschwende keine Zeit darauf, den Sturz zu verfluchen. Ein dankbares Herz weiß, dass wir letztlich alle baumeln.
”
”
Stephen King (Skeleton Crew)
“
The arm at her waist tightened. “You are happy, my Summer?” She smiled into Peter’s dear face and reached up to stroke his beard once. “I am more than happy. My joy overflows.” Peter leaned down until his face was mere inches from hers. “Ich liebe dich, Summer Steadman.” She needed no translation. “And I love you.” She raised onto tiptoes, closing the distance needed for their lips to meet in a kiss moist with happy tears.
”
”
Kim Vogel Sawyer (Waiting for Summer's Return (Heart of the Prairie #1))
“
Um auf das Faltblatt für Leberpillen zurückzukommen, so trafen die Symptome ohne jeden Zweifel auf mich zu, vor allem das der 'generellen Aversion gegen physische und mentale Anstrengungen'. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie ich darunter leide. Schon in meiner frühesten Kindheit war ich damit geschlagen. (...) 'Los, du faules Stück, steh auf und mach dich nützlich', hieß es immer, und keiner ahnte, dass ich eigentlich krank war.
”
”
Jerome K. Jerome
“
Deine Knie seien mein einziger Stuhl. Dein Rücken mein Tisch. Deine Augen meine Fenster. Dein Mund sei das Glas, aus dem ich trinke. Dein Herz meine Nahrung, dein Puls meine Uhr, dein Leben meine Zeit. Dein Atem sei meine Luft. Dein Gesicht mein Mond, wenn du dich bei Nacht über mich beugst, und meine Sonne, wenn du bei Tag für mich lachst. Deine Stimme sei mein einziges Geräusch. Dein Puls meine Uhr, dein Leben meine Zeit. Dein Tod sei meiner.
”
”
Juli Zeh (Corpus Delicti: Ein Prozess)
“
„»Du hörst dich an wie meine Mama, wenn sie gesagt hat, Gott wird’s schon fügen.«
»Hat Er das nicht?«, sagte Roland ernst.
Sie sah ihn einen Augenblick lang voller stummer Überraschung an, dann warf sie den Kopf zurück und lachte zum Himmel hinauf. »Nun, ich schätze, das kommt ganz drauf an, wie man es betrachtet. Ich kann nur sagen, Roland, wenn Er uns versorgt, dann will ich nicht wissen, was passiert, wenn Er beschließt, uns hungern zu lassen.«
”
”
Stephen King (The Waste Lands (The Dark Tower, #3))
“
• Der Schöpfer wirft uns in die Luft, um uns am Ende überraschenderweise wieder aufzufangen. Es ist wie in dem ausgelassenen Spiel, das Eltern mit ihren Kindern spielen. UNd die Botschaft lautet: Habe Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt doch und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein. Und wenn ich es Revue passieren lasse, hat Gott mich auf dem Weg andauernd in die Luft geworfen und wieder aufgefangen. Wir sind uns jeden Tag begegnet
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Hape Kerkeling (Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg)
“
Du siehst aus, als könntest du ohnmächtig werden." Stephanie nickte bedächtig. "Ich bin noch nie ohnmächtig geworden, aber Sie könnten recht haben." "Soll ich dich auffangen, wenn du fällst, oder ...?" "Wenn es Ihnen nichts ausmacht." "Überhaupt nicht." "Danke." Stephanie schenkte ihm ein schiefes Lächeln, dann wurde ihr schwarz vor Augen und sie spürte, wie sie fiel. Das Letzte, was sie sah, war Skuldugerry Pleasant, der quer durchs Zimmer auf sie zuhechtete.
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Derek Landy (Skulduggery Pleasant (Skulduggery Pleasant, #1))
“
Die schönsten und glücklichsten Stunden in meinem Leben waren mit so einer schrecklichen Anstrengung verbunden, daß ich mich noch immer an sie erinnere. Ich erinnere mich an sie, das heißt auch an dich, nicht wie an ein Glück, sondern wie an eine freudige Anstrengung die fast unerträglich war. Warum war es so erschöpfend schwer, glücklich zu sein? Das aber ist alles längst vorbei wie der Wind in den Weiden. Ich bin ruhig geworden, seit ich nicht mehr glücklich bin.
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Milorad Pavić (Dictionary of the Khazars)
“
Du übertriffst, Achilleus, an Kraft und unrechten Taten
sämtliche Menschen; denn ständig helfen dir Götter persönlich.
Läßt der Kronide dich schon die Troer völlig vernichten,
treib sie aus meinem Bette doch wenigstens, wüte am Lande!
Schon überfüllt sind mir von Toten die lieblichen Wasser,
und ich vermag mich nicht in das leuchtende Meer zu ergießen,
von den Leichen gehemmt; doch mordest du grauenhaft weiter.
Höre denn auf! Entsetzen lähmt mich, Gebieter der Völker!
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Homer (The Iliad)
“
Es ist nicht so, dass ich unbedingt glücklich sein wollte, das nicht gerade. Ich wollte...mich retten, ja: mich retten. Aber ich habe erst spät begriffen, auf welche Seite man sich schlagen muss: auf die Seite der Sehnsüchte. Man erwartet eigentlich, dass es andere Dinge sind, durch die Menschen gerettet werden können: Pflichterfüllung, Ehrlichkeit, gut sein, gerecht sein. Nein. Es sind die Sehnsüchte, die einen erretten. Sie sind das einzig Wahre. Bist du auf ihrer Seite, wirst du dich retten. Aber als ich das begriff, war es schon zu spät. Wenn du dem Leben Zeit lässt, nimmt es eine eigenartige, unvermeidliche Wendung; und du stellst fest, dass du dich an dem Punkt nicht nach etwas sehnen kannst, ohne dir selbst weh zu tun. An dem Punkt scheitert alles, du kannst dem nicht entgehen, je mehr du um dich schlägst, desto mehr verfängst du dich im dem Netz, je heftiger du aufbegehrst, desto mehr verletzt du dich. Es gibt kein Entrinnen.
”
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Alessandro Baricco (Ocean Sea)
“
Furchtlos entgegnete ihm der Held mit dem nickenden Helmbusch:
»Sohn des Peleus, hoffe mich nicht mit Worten zu schrecken,
so, als sei ich ein Knabe. Auch ich verstehe vortrefflich,
kränkende oder auch frevelhaft prahlende Worte zu sprechen.
Du bist tüchtig, ich weiß es, ich bin dir weit unterlegen.
Aber der Ausgang des Kampfes liegt im Schoße der Götter:
ob ich nicht trotzdem, bin ich auch schwächer, durch Speerwurf dich töte;
denn es besitzt auch mein Speer eine stechende Spitze!
”
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Homer (The Iliad)
“
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möchte ich sie bei irgendetwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn diene Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
die aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
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Rainer Maria Rilke
“
»Hör mal zu, Manuela. Das alles darf ich mir gar nicht anhören, was du mir da erzählst. Ich glaube, du übertreibst das jetzt, ohne es vielleicht selber zu wollen. So schlimm kann das alles nicht sein. Du mußt dich zusammennehmen. Man muß sich beherrschen können. Verstehst du? Jeder Mensch muß sich beherrschen können, Manuela. Ich beherrsche mich auch!«
Groß schlägt Manuela die Augen auf. Sie ist zu kindlich, um auch nur zu ahnen, welch schweres Geständnis die Frau da drüben ihr eben gemacht hat.
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Christa Winsloe (The Child Manuela)
“
Du hast dich also schon entschieden", sagt er schließlich. "Was möchtest du jetzt noch von uns hören?"
Ja, was denn, Tariq? Was willst du? Du weißt doch, woran sie glauben, wie sie zu alldem stehen. Du kennst sie. Und dennoch sage ich:
"Ich will eure Erlaubnis."
Es ist etwas zutiefst Kulturelles und womöglich unmöglich für andere zu verstehen, aber es ist das, was ich am Ende brauche, um mit einem möglichst leichten Herz auszuziehen. Die Antwort meiner Eltern entscheidet nicht darüber, was ich machen werde, aber ich möchte sie dennoch haben.
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Mehwish Sohail (Like water in your hands (Like This, #1))
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Sie braucht ewig lange, um eine Antwort zu schicken. Tausendzweihundert Sekunden, um es genau zu nehmen. Nicht dass ich mitzähle, das ist nur mein Herz, das zu heftig schlägt. Vielleicht ist es sogar ein Donnern. Ich weiß es nicht. Ich hör eh nur Rauschen. Ihre Antwort besteht aus einem einzigen Wort. Hi.
Ich kann vor mir sehen, wie sie ihren Blick senkt. Wie sie das Wort viel zu schnell, viel zu hastig sagt und dann so tut, als hätte sie es nicht so gemeint. Als würde sie darauf hoffen, dass man sie gar nicht erst hört.
Aber ich höre dich, ich höre dich immer.
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Mehwish Sohail (Like water in your hands (Like This, #1))
“
[Hanna] »Ich hatte immer das Gefühl, daß mich ohnehin keiner versteht, daß keiner weiß, wer ich bin und was mich hierzu und dazu gebracht hat. Und weißt du, wenn keiner dich versteht, dann kann auch keiner Rechenschaft von dir fordern. Auch das Gericht konnte nicht Rechenschaft von mir fordern. Aber die Toten können es. Sie verstehen. Dafür müssen sie gar nicht dabei gewesen sein, aber wenn sie es waren, verstehen sie besonders gut. Hier im Gefängnis waren sie viel bei mir. Sie kamen jede Nacht, ob ich sie haben wollte oder nicht. Vor dem Prozeß habe ich sie, wenn sie kommen wollten, noch verscheuchen können.« (S.187)
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Bernhard Schlink (The Reader)
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Du kannst gleichzeitig weinen und beteuern, dass es dir gut geht. Du entschuldigst dich für Dinge, die nicht deine Schuld sind. Du blockst ab, wenn dir jemand seine Hilfe anbietet. Du lächelst, wenn du merkst, dass sich jemand Sorgen um dich macht. Du willst für alle da sein. Aber gleichzeitig lässt du nicht zu, dass jemand für dich da ist. Ich weiß, dass du bestimmt denkst, dass dich das zu einem angenehmen Menschen macht, aber es macht dich irgendwie auch zu einem unvollständigen Menschen. Wenn du den Leuten um dich herum nie deine Schwächen zeigst, dann zeigst du ihnen nie alles von dir. Und darum geht es doch, oder?
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Merit Niemeitz (No Longer Lost (Mulberry Mansion, #2))
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»Sieh mich an, Kate!«
Katherine keuchte empört auf, als Joe sie plötzlich an der Schulter packte und zu sich herum zog. Nicht gewillt, sich ihm zu stellen, versuchte sie, seine Hand abzuwehren, doch er war stärker.
»Hör mir zu!«, forderte er, nahm ihr Kinn zwischen Daumen und Zeigefinger und zwang ihren Kopf zurück, damit sie ihm in die Augen blickte.
Unvermittelt kämpfte sich ihr Stolz an die Oberfläche. Kampfeswille brandete in ihr auf.
»Erspar mir deine Belehrungen!«, fuhr sie ihn an und schlug seine Hand beiseite. »Ich weiß, was du sagen willst: dass ich bekommen habe, was ich verdiene, weil ich deine Drohungen ignoriert habe und nicht zurück nach Boston gegangen bin!«
Joes Brauen schossen in die Höhe.
Dass er die Unverschämtheit besaß, überrascht dreinzublicken, schürte ihre Wut noch mehr.
»Welche Befriedigung muss es dir verschaffen, mich so voll Kummer und Verzweiflung zu sehen«, stieß sie hervor. Ihre Stimme überschlug sich, dennoch zwang sie die Worte an dem dicken Kloß vorbei. »Hast du nicht seit Monaten auf einen Augenblick wie diesen gewartet? Voller Hoffnung, dass mir etwas Schlimmes zustoßen würde, damit ich endlich aufgebe und das Feld räume? Aber wenn du glaubst, dass du gewonnen hast, irrst du dich! Denn ich werde nicht aufgeben!«
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Melanie Nova (Die Avantgardistin: Westwärts (German Edition))
“
Wie gut, dass ich verborgen bin
und niemals wieder sichtbar werde.
Mein Kern - im Widerspruch zur Erde -
begab sich selbst zum Monde hin,
jetzt kannst du ruhig schlafen.
Der Ort, wo wir uns trafen,
war niemals wirklich in der Zeit.
Verzeih mir dies - aus Einsamkeit
herausgeschälte - Wissen.
Vielleicht fühlt sich dein Kissen
trotzdem auch manchmal tauig an,
vielleicht verkündet dir der Hahn
vom Hühnerbaum her oft zu grell,
dass jetzt der Morgen wieder hell
und gläsern über Deinem Dach
heraufsteigt, während du ganz schwach
und übernächtig bist?
Ich bin es nicht, die dich dann quält,
ich bin die Magd, die Äpfel schält
im Mond und keinen isst.
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Christine Lavant
“
Einen Stein kann ich lieben, Govinda, und auch einen Baum oder ein Stück Rinde. Das sind Dinge, und Dinge kann man lieben. Worte aber kann ich nicht lieben. Darum sind Lehren nichts für mich, sie haben keine Härte, keine Weiche, keine Farben, keine Kanten, keinen Geruch, keinen Geschmack, sie haben nichts als Worte. Vielleicht ist es dies, was dich hindert, den Frieden zu finden, vielleicht sind es die vielen Worte. Denn auch Erlösung und Tugend, auch Sansara und Nirwana sind bloße Worte, Govinda. Es gibt kein Ding, das Nirwana wäre; es gibt nur das Wort Nirwana.« Sprach Govinda: »Nicht nur ein Wort, Freund, ist Nirwana. Es ist ein Gedanke.«
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Hermann Hesse (Siddhartha)
“
Dies Buch trägt die Ergüsse deiner Seele.
Mein Sohn, du bist poetisch angehaucht.
Zwar sind die Reime ohne Fehle,
Doch die Gedanken sind in Finsternis getaucht.
Auch scheint es mir, da du noch jung an Jahren,
Daß dein Erleben in der Liebe nur erträumt.
Ich fürcht', du bist darin noch reichlich unerfahren.
Beeile dich, du hast schon viel versäumt.
Ein Mädel wird sich schön bedanken,
Wenn deine Glut nur aus Gedichten spricht.
Was nützt die Liebe in Gedanken?
Kommt die Gelegenheit, dann kannst du's nicht.
Doch ist das noch kein Grund, sich zu erschießen.
Die Kugel spare Dir zu anderm Zweck.
Auch würden viele Tränen fließen,
Das lohnt sich nicht, für solchen Dreck.
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Arno Meyer zu Küingdorf (Was nützt die Liebe in Gedanken)
“
(Sarah)
Während ich nach dem richtigen Förderband Ausschau hielt, fing er neben mir wieder ein Gespräch an: »Du spielst gut.«
Ohne meine Suche zu unterbrechen, antwortete ich ihm. »Danke. Und du singst richtig gut.«
Ups, das richtig hatte ich eigentlich weglassen wollen. Aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, dass sich sofort einer seiner Mundwinkel hob.
Na toll, wieder Futter für sein haushohes Selbstbewusstsein. Im Geiste klatschte ich mir an die Stirn.
»Ebenfalls danke. Du klingst überrascht, hat Nat dir denn nie von meinem Talent erzählt? Hast nicht damit gerechnet, dass es stimmt, nicht wahr?«
Nun verdrehte ich vor ihm meine Augen, damit er meine Reaktion mitbekam. Ich holte mir eine Weste aus meinem Rucksack und schlüpfte hinein, als ich ihm antwortete: »Nein. Und noch einmal nein. Er hat nur kurz erwähnt, dass du Gitarre spielst und singst. Muss ich es dir schon wieder sagen, es dreht sich nicht alles um dich. Das meiste, was ich von Nat über dich gehört habe, handelte von irgendwelchen Frauengeschichten, die selbst ihm als Mann zu heftig waren.«
Sein Grinsen verschwand, genauso wie ich es mir gedacht hatte. Doch dann war es schon wieder an Ort und Stelle, was mich wiederum irritierte. Besonders, als er sagte: »Du bist schon wieder unhöflich. Merkst du das eigentlich noch? Jede andere würde wenigstens versuchen, nett zu sein.«
Endlich hatten wir die richtige Bahn erreicht und ich stellte mich neben die wartenden Fluggäste. Johnny quetschte sich zwischen mich und einen anderen Passagier, als wäre unser Gespräch nicht beendet und als würde er auf eine Antwort warten. Na schön. Ich drehte mich in seine Richtung.
»Junge, hatten wir das Thema nicht schon vor ein paar Stunden? Das, was ich tue, nennt man Ehrlichsein. Schreib dir das auf, dann vergisst du es nicht wieder.«
Er kratzte sich am Kinn und spielte den Beleidigten, was aber nur von kurzer Dauer war, denn irgendwie schienen ihn meine Antworten auch zu belustigen. Das konnte sein nächster Kommentar nicht verbergen.
»Ein kleiner Tipp für die Zukunft: Du bist netter, wenn du den Mund nicht aufmachst.«
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Martina Riemer (Road to Hallelujah (Herzenswege #1))
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An Anna Blume
Oh Du, Geliebte meiner 27 Sinne, ich liebe Dir!
Du, Deiner; Dich Dir, ich Dir, Du mir, - - - - wir?
Das gehört beiläufig nicht hierher!
Wer bist Du , ungezähltes Frauenzimmer, Du bist, bist Du?
Die Leute sagen, Du wärest.
Laß sie sagen, sie wissen nicht, wie der Kirchturm steht.
Du trägst den Hut auf Deinen Füßen und wanderst auf die Hände,
auf den Händen wanderst Du.
Halloh, Deine roten Kleider, in weiße Falten zersägt,
Rot liebe ich, Anna Blume, rot liebe ich Dir.
Du, Deiner, Dich Dir, ich Dir, Du mir, - - - - - wir?
Das gehört beiläufig in die kalte Glut!
Anna Blume, rote Anna Blume, wie sagen die Leute?
Preisfrage:
1.) Anna Blume hat ein Vogel,
2.) Anna Blume ist rot.
3.) Welche Farbe hat der Vogel.
Blau ist die Farbe Deines gelben Haares,
Rot ist die Farbe Deines grünen Vogels.
Du schlichtes Mädchen im Alltagskleid,
Du liebes grünes Tier, ich liebe Dir!
Du Deiner Dich Dir, ich Dir, Du mir, - - - - wir!
Das gehört beiläufig in die - - - Glutenkiste.
Anna Blume, Anna, A - - - - N - - - -N- - - - -A!
Ich träufle Deinen Namen.
Dein Name tropft wie weiches Rindertalg.
Weißt Du es Anna, weißt Du es schon,
Man kann Dich auch von hinten lesen.
Und Du, Du Herrlichste von allen,
Du bist von hinten und von vorne:
A - - - - - - N - - - - - N - - - - - -A.
Rindertalg träufelt STREICHELN über meinen Rücken.
Anna Blume,
Du tropfes Tier,
Ich - - - - - - - liebe - - - - - - - Dir!
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Kurt Schwitters
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Heilige Grausamkeit. – Zu einem Heiligen trat ein Mann, der ein eben geborenes Kind in den Händen hielt. »Was soll ich mit dem Kinde machen?« fragte er, »es ist elend, mißgestaltet und hat nicht genug Leben, um zu sterben.« »Töte es«, rief der Heilige mit schrecklicher Stimme, »töte es und halte es dann drei Tage und drei Nächte lang in deinen Armen, auf daß du dir ein Gedächtnis machest – so wirst du nie wieder ein Kind zeugen, wenn es nicht an der Zeit für dich ist, zu zeugen.« – Als der Mann dies gehört hatte, ging er enttäuscht davon; und viele tadelten den Heiligen, weil er zu einer Grausamkeit geraten hatte, denn er hatte geraten, das Kind zu töten. »Aber ist es nicht grausamer, es leben zu lassen?« sagte der Heilige.
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Friedrich Nietzsche (The Gay Science: With a Prelude in Rhymes and an Appendix of Songs)
“
Heilige Grausamkeit. – Zu einem Heiligen trat ein Mann, der ein eben geborenes Kind in den Händen hielt. »Was soll ich mit dem Kinde[84] machen?« fragte er, »es ist elend, mißgestaltet und hat nicht genug Leben, um zu sterben.« »Töte es«, rief der Heilige mit schrecklicher Stimme, »töte es und halte es dann drei Tage und drei Nächte lang in deinen Armen, auf daß du dir ein Gedächtnis machest – so wirst du nie wieder ein Kind zeugen, wenn es nicht an der Zeit für dich ist, zu zeugen.« – Als der Mann dies gehört hatte, ging er enttäuscht davon; und viele tadelten den Heiligen, weil er zu einer Grausamkeit geraten hatte, denn er hatte geraten, das Kind zu töten. »Aber ist es nicht grausamer, es leben zu lassen?« sagte der Heilige.
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Friedrich Nietzsche (The Gay Science: With a Prelude in Rhymes and an Appendix of Songs)
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Mit einem dumpfen Plumps ließ ich mich hinunterfallen, wobei mein rechter Arm und die rechte Seite meines Rückens vor Anstrengung noch immer wie Feuer brannten. Am liebsten hätte ich meine Seite gerieben oder mich nur ganz kurz zusammengerollt, doch ich spürte den Blick des Mädchens auf mir. Reiß dich zusammen, Jess!
Was hätte ich für eine traurige Heldin abgegeben, wenn ich jetzt vor Schmerzen gewimmert und zusammengezuckt wäre? Also biss ich die Zähne fest zusammen, trabte mit hocherhobenem Haupt und einer zuversichtlichen Miene davon und winkte ihr zum Abschied. Ich wollte ihre Hoffnung in mich und in die Rettung ihrer Schwester nicht gleich nach fünf Minuten wieder zerstören. Denn manchmal war Hoffnung das Einzige, was uns noch aufrechterhielt.
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May Raven (Die Gefahr in den Wäldern (Monster Geek #1))
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»Schnuggi«, rief ich, doch Elyas reagierte nicht.
Der Typ lief mir einfach viel zu schnell. Es war schwer genug, einen Fuß erfolgreich vor den anderen zu setzen, an Tempo war dabei nicht einmal zu denken. Ich wusste nicht, warum Elyas ausgerechnet heute der Meinung war, er müsse einen neuen Rekord aufstellen.
»Niss soo schnell, Elyas … Hicks«
»Emely«, sagte er, stoppte und wandte sich zu mir um. »Wenn wir noch langsamer laufen, dann stehen wir.«
»Gar nich waahhr.«
»Doch, es ist die Wahrheit. Ich warte bereits auf die erste Schnecke, die dich anhupt.« Er harrte aus, bis ich auf gleicher Höhe zu ihm war, und lief weiter. Nur wenige Schritte später bildete ich schon wieder das Schlusslicht.
Linker Fuß vor – rechter Fuß vor. So schwer konnte das doch nicht sein? Es erforderte meine gesamte Konzentration und war trotzdem nicht von Erfolg gekrönt. Im Gegenteil, denn im nächsten Augenblick bekam ich den Beweis, wie schwer es tatsächlich war. »Huch!«, brachte ich nur noch hervor, als ich mit dem Fuß umknickte, ins Rudern geriet, gnadenlos das Gleichgewicht verlor und in eine Hecke plumpste.
»Emely?«, hörte ich Elyas‘ Stimme in der Ferne fragen. »Wo bist du?«
»Hicks.«
Erst hörte ich Schritte, dann wackelte die Hecke ein zweites Mal. »Emely! Was … Gott, wenn man dich nur eine Sekunde aus den Augen lässt. Ist dir etwas passiert?«
Ich kicherte. »Mr. Busch hat mich aufgefangen … Verstehs su? Mr. Busch!«
Elyas seufzte und beugte sich näher über mich. »Hast du dir wehgetan?«
»Weiß nisch?«
»Mädchen, Mädchen«, sagte er. »Komm her.«
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Carina Bartsch (Türkisgrüner Winter (Kirschroter Sommer, #2))
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Wenn ich ein Wahrsager bin und voll jenes wahrsagerischen Geistes, der auf hohem Joche zwischen zwei Meeren wandelt, –
zwischen Vergangenem und Zukünftigem als schwere Wolke wandelt, – schwülen Niederungen feind und Allem, was müde ist und nicht sterben, noch leben kann.-
zum Blitze bereit im dunklen Busen und zum erlösenden Lichtstrahle, schwanger von Blitzen, die Ja! sagen, Ja! lachen, zu wahrsagerischen Blitzstrahlen: –
– selig aber ist der also Schwangere! Und wahrlich, lange muss als schweres Wetter am Berge hängen, wer einst das Licht der Zukunft zünden soll! –
Oh wie sollte ich nicht nach der Ewigkeit brünstig sein und nach dem hochzeitlichen Ring der Ringe, – dem Ring de Wiederkunft!
Nie noch fand ich das Weib, von dem ich Kinder mochte, sei denn dieses Weib, das ich lieb: denn ich liebe dich, oh Ewigkeit!
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Friedrich Nietzsche (Also sprach Zarathustra und andere Schriften)
“
O du unermesslicher Schatz in deiner Fülle!
[…]
Wie weh mir dann nach dir ist,
wenn du mich schonen willst,
das könnten dir alle Kreaturen nicht wirklich sagen,
wenn sie meine Klage vorbringen würden,
denn ich leide unmenschliche Not;
Der leibliche Tod wäre mir weit willkommener
[…]
Deswegen muss ich eine schwere Krankheit erdulden,
denn du hältst mich gebunden,
dies Band ist stärker, als ich es bin,
Daher kann ich nicht von der Liebe frei werden.
Ich rufe nach dir mit gewaltiger Sehnsucht
Und kläglicher Stimme,
ich warte auf dich, schweren Herzens,
ich kann nicht ruhen, ich brenne
Unauslöschlich in deiner heißen Liebe
[…]
Ach, Herr, da du mir alles entzogen hast, was ich von dir habe,
so laß mir doch aus Gnade jene Gabe,
die du jedem Hund von Natur aus verliehen hast,
nämlich, daß ich dir getreu bleibe in meiner Not
Ohne jedes Aufbegehren.
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Mechthild of Magdeburg (Mechthild von Magdeburg "Das fließende Licht der Gottheit": Nach der Einsiedler Handschrift in kritischem Vergleich mit der gesamten Überlieferung. ... des Mittelalters, 101) (German Edition))
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»Der Igel ist ein fürchterliches Geschöpf«, rief Faline. »Voll großer Stacheln am ganzen Körper . . . und dazu noch sehr böse!«
»Glaubst du wirklich, daß er böse ist?« fragte Gobo. »Er tut doch niemandem etwas zuleide.«
»So?« erwiderte Faline schnell, »hat er dich vielleicht nicht gestochen?«
»Ach, das war nur, weil ich mit ihm reden wollte«, wendete Gobo ein, »und nur ein kleines bißchen. Es hat nicht sehr weh getan.«
Bambi wandte sich an Gobo: »Warum wollte er denn nicht, daß du mit ihm redest?«
»Er will mit niemandem reden«, mengte sich Faline ein. »Sowie man nur in seine Nähe kommt, rollt er sich zusammen, und dann siehst du von allen Seiten nur seine Stacheln. Unsere Mutter sagt, er ist so einer, der mit der Welt nichts zu tun haben will.«
Gobo meinte: »Vielleicht fürchtet er sich nur.«
Aber Faline verstand das besser: »Die Mutter sagt, mit so jemandem soll man sich gar nicht einlassen.«
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Felix Salten (Bambi: Eine Lebensgeschichte aus dem Walde (German Edition))
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Ich entsinne mich, mit welcher Verwunderung sie auf die Rue Saint-Louis en l'Île blickte, und tatsächlich war schwer vorstellbar, dass in derselben Stadt, in der es die vom Place de l'Étoile ausgehenden Avenuen gibt, sich auch diese enge und düstere Gasse zwischen zwei Reihen unendlich alter Häuser befindet, durchdrungen vom Moder der Jahrhunderte, gegen den jegliche Zivilisation machtlos ist. Es war schon im späten Frühjahr, da erblickten wir nach der langen Kälte des Winters und nach all seinen traurigen Landschaften, ohne irgendwo hin zu fahren, ein anderes Paris: durchsichtige Nächte, fernes Abendrot über dem Montmartre und lange Reihen von Kastanien auf dem Boulevard Arago, auf den wir seltsamerweise mehrmals hintereinander stießen. Ich hielt beim Gehen ihre Taille umfasst, und sie sagte mit träger und ruhiger Stimme, ohne jede Spur von Protest:
"Also, Chéri, du verhältst dich ganz wie ein Apache.
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Gaito Gazdanov (Het fantoom van Alexander Wolf)
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Ach, aus dieses Tales Gründen,
Die der kalte Nebel drückt,
Könnt ich doch den Ausgang finden,
Ach wie fühlt ich mich beglückt!
Dort erblick ich schöne Hügel,
Ewig jung und ewig grün!
Hätt ich Schwingen, hätt ich Flügel,
Nach den Hügeln zög ich hin.
Harmonien hör ich klingen,
Töne süßer Himmelsruh,
Und die leichten Winde bringen
Mir der Düfte Balsam zu,
Goldne Früchte seh ich glühen,
Winkend zwischen dunkelm Laub,
Und die Blumen, die dort blühen,
Werden keines Winters Raub.
Ach wie schön muß sich’s ergehen
Dort im ew’gen Sonnenschein,
Und die Luft auf jenen Höhen,
O wie labend muß sie sein!
Doch mir wehrt des Stromes Toben,
Der ergrimmt dazwischen braust,
Seine Wellen sind gehoben,
Daß die Seele mir ergraust.
Einen Nachen seh ich schwanken,
Aber ach! der Fährmann fehlt.
Frisch hinein und ohne Wanken!
Seine Segel sind beseelt.
Du mußt glauben, du mußt wagen,
Denn die Götter leihn kein Pfand,
Nur ein Wunder kann dich tragen
In das schöne Wunderland.
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Friedrich Schiller
“
Soll ich dir eine Geschichte erzählen?
Nein.
Warum nicht?
Der Junge sah ihn an und wandte den Blick ab.
Warum nicht?
Diese Geschichten sind nicht wahr.
Das müssen sie auch nicht sein. Es sind Geschichten.
Ja. Aber in den Geschichten helfen wir andauernd jemanden, dabei tun wir das in Wirklichkeit gar nicht.
Warum erzählst du mir nicht eine Geschichte?
Ich will nicht.
Okay.
Ich habe keine Geschichten zu erzählen.
Du könntest mir eine Geschichte über dich selbst erzählen.
Die Geschichten über mich kennst du alle. Du warst dabei.
Du hast Geschichten in deinem Inneren, von denen ich nichts weiß.
Du meinst, so was wie Träume?
Ja. Oder einfach Sachen, über die du nachdenkst.
Ja, aber Geschichten sollen doch schön sein.
Nicht unbedingt.
Du erzählst immer schöne Geschichten.
Kennst du denn keine schönen?
Meine haben mehr mit dem wirklichen Leben zu tun.
Und meine nicht?
Deine nicht. Nein.
Der Mann betrachtete ihn. Und das wirkliche Leben ist ziemlich übel?
Was denkst du denn?
Tja, ich denke, es gibt uns noch. Es sind viele schlimme Sachen passiert, aber es gibt uns immer noch.
Ja.
Du findest das nicht so toll.
Es ist okay.
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Cormac McCarthy (The Road)
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Es hat sich vor meiner Seele wie ein Vorhang weggezogen, und der Schauplatz des unendlichen Lebens verwandelt sich vor mir in den Abgrund des ewig offenen Grabes. Kannst du sagen: Das ist! Da alles vorübergeht? Da alles mit der Wetterschnelle vorüberrollt, so selten die ganze Kraft seines Daseins ausdauert, ach, in den Strom fortgerissen, untergetaucht und an Felsen zerschmettert wird? Da ist kein Augenblick, der nicht dich verzehrte und die Deinigen um dich her, kein Augenblick, da du nicht ein Zerstörer bist, sein musst; der harmloseste Spaziergang kostet tausend armen Würmchen das Leben, es zerrüttet ein Fußtritt die mühseligen Gebäude der Ameisen und stampft eine kleine Welt in ein schmähliches Grab. Ha! Nicht die große, seltne Not der Welt, diese Fluten, die eure Dörfer wegspülen, diese Erdbeben, die eure Städte verschlingen, rühren mich; mir untergräbt das Herz die verzehrende Kraft, die in dem All der Natur verborgen liegt; die nichts gebildet hat, das nicht seinen Nachbar, nicht sich selbst zerstörte. Und so taumle ich beängstigt. Himmel und Erde und ihre webenden Kräfte um mich her: ich sehe nichts als ein ewig verschlingendes, ewig wiederkäuendes Ungeheuer.
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Johann Wolfgang von Goethe (The Sorrows of Young Werther)
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Der aufgeregte Ausruf lenkte die Aufmerksamkeit aller jäh auf Elam, Mrs Langstons Sohn, der auf einen dunklen Punkt in der Nähe eines entfernten Hügelkamms deutete. Ein Reiter war dort von den Rauchwolken ausgespuckt worden und jagte, den Oberkörper tief über den Hals seines grauen Pferdes gebeugt, in halsbrecherischem Tempo auf die Ranch zu.
Katherine verspürte ein mulmiges Flattern in der Magengegend. Angst erfasste sie.
Brachte er schlechte Neuigkeiten?
Waren ihre Männer und die Rinderherde etwa dem Feuer zum Opfer gefallen?
»Das is’ Danny!« Grouch hatte die Augen mit der Hand beschattet, um den Reiter besser erkennen zu können.
Katherines Herz setzte einen Schlag aus.
Ohne nachzudenken, sprang sie von der Veranda und lief ihrem Stiefbruder mit gerafften Röcken entgegen. Ihre Beine schienen sich wie von selbst zu bewegen. Das trockene Gras knisterte unter ihren Stiefeln, während sie an Beifußsträuchern und Feigenkakteen vorbeirannte; mit jedem Tritt wirbelten ihre Absätze kleine Staubfontänen auf. Schweiß rann ihr den Rücken hinunter, ihre Rippen schmerzten unter dem geschnürten Korsett. Die Hitze ließ die Luft flirren. Sie hörte, wie Willie, der sich offensichtlich an ihre Fersen geheftet hatte, Dannys Namen rief, doch sie hielt ihn nicht davon ab, ihr zu folgen.
Einige Minuten vergingen, während sie keuchend über die Grasebene hetzte, dann hatte Danny sie erreicht und brachte sein Pferd schlitternd vor ihr zum Stehen. Mit einer hastigen Bewegung riss er sich das Halstuch vom Gesicht, das von Schweiß und Ruß dunkel verschmiert war.
»Habt ihr den Verstand verloren?«, fuhr er sie an, während er seinen nervösen, schweißbedeckten Wallach zu zügeln versuchte. »Habt ihr den ganzen Rauch nicht gesehen? Ihr müsst so schnell wie möglich fort von hier, verdammt!«
Katherine rang mühsam nach Atem, nicht in der Lage, ihm zu antworten. Wegen der drückenden Hitze und des engen Korsetts war ihr ganz schwindelig.
Hektisch sprang Danny aus dem Sattel und streckte Willie die Zügel hin.
»Los, rauf mit dir und sag den anderen, sie sollen sich beeilen!«, befahl er dem Jungen. Ohne Umschweife hob er Willie in den Sattel und gab dem Wallach einen kräftigen Klaps auf die Hinterhand. Augenblicklich preschte der Schimmel los.
»W–Was ist mit den Männern und der Herde?«, brachte Katherine keuchend hervor. Ihr Puls raste so sehr in ihrer Brust, dass es wehtat.
»Sorg dich lieber um dich selbst, Mädel!« Danny packte sie am Arm und zog sie grob mit sich, als er sich in Richtung Ranch in Bewegung setzte. »Du musst mit den anderen schnellstmöglich zum Fort. Starke Windböen heizen das Feuer an, so dass es sich rasch ausbreitet. Ich weiß nicht, ob die Brandschneise es aufhalten wird.«
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Melanie Nova (Die Avantgardistin: Westwärts (German Edition))
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[…] Ich möchte aber gern noch einmal auf meinen Ratschlag zurückkommen; ich finde nämlich, dass du dein Leben radikal ändern und ganz mutig Dinge in Angriff nehmen solltest, die dir früher nie in den Sinn gekommen wären oder vor denen du im letzten Moment zurückgeschreckt bist. So viele Leute sind unglücklich mit ihrem Leben und schaffen es trotzdem nicht, etwas an ihrer Situation zu ändern, weil sie total fixiert sind auf ein angepasstes Leben in Sicherheit, in dem möglichst alles gleichbleibt – alles Dinge, die einem scheinbar inneren Frieden garantieren. In Wirklichkeit wird die Abenteuerlust im Menschen jedoch am meisten durch eine gesicherte Zukunft gebremst. Leidenschaftliche Abenteuerlust ist die Quelle, aus der der Mensch die Kraft schöpft, sich dem Leben zu stellen. Freude empfinden wir, wenn wir neue Erfahrungen machen, und von daher gibt es kein größeres Glück als in einem immer wieder wechselnden Horizont blicken zu dürfen, an dem jeder Tag mit einer neuen ganz anderen Sonne anbricht. Wenn du mehr aus deinem Leben machen willst, Ron, dann muss du deine Vorliebe für monotone, gesicherte Verhältnisse ablegen und das Chaos in dein Leben lassen, auch wenn es dir am Anfang verrückt erscheinen mag. Aber sobald du dich an ein solches Leben einmal gewöhnt hast, wirst du die volle Bedeutung erkennen, die darin verborgen liegt, und die schier unfassbare Schönheit. Um es auf den Punkt zu bringen, Ron: Geh fort raus Salton City und fang an zu reisen. […] Sei nicht so träge und bleib nicht einfach immer am selben Platz. Beweg dich, reise, werde ein Nomade, erschaffe dir jeden Tag einen neuen Horizont. Du wirst noch so lange leben, Ron, und es wäre eine Schande, wenn du die Gelegenheit nicht nutzen würdest, dein Leben von Grund auf zu ändern, um in ein vollkommen neues Reich der Erfahrungen einzutreten.
Es stimmt nicht, wenn du glaubst, dass Glück einzig und allein zwischenmenschlichen Beziehungen entspringt. Gott hat es überall um uns herum verteilt. Es steckt in jeder kleinen Erfahrung, die wir machen. Wir müssen einfach den Mut haben, uns von unserem gewohnten Lebensstil abzukehren und uns auf ein unkonventionelles Leben einzulassen.
Vor allem möchte ich dir sagen, dass du weder mich noch sonstwen brauchst, um dieses neue, hoffnungsfroh schimmernde Licht in dein Leben zu bringen. Du musst nur zur Tür hinausgehen und die Hand danach ausstrecken und schon ist es dein. Du selbst bist dein einziger Feind, du und deine Sturheit, mit der du dich weigerst, dich auf etwas Neues einzulassen. […]
Du wirst staunen, was es alles zu sehen gibt, und du wirst Leute kennenlernen, von denen man eine Menge lernen kann. Aber mach es ohne viel Geld, keine Motels, und dein Essen kochst du dir selbst. Je weniger du ausgibst, desto höher der Erlebniswert. […]
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Jon Krakauer (Into the Wild)
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O lieb', solang du lieben kannst!
O lieb', solang du lieben kannst!
O lieb', solang du lieben magst!
Die Stunde kommt, die Stunde kommt,
Wo du an Gräbern stehst und klagst!
Und sorge, daß dein Herze glüht
Und Liebe hegt und Liebe trägt,
Solang ihm noch ein ander Herz
In Liebe warm entgegenschlägt!
Und wer dir seine Brust erschließt,
O tu ihm, was du kannst, zulieb'!
Und mach' ihm jede Stunde froh,
Und mach ihm keine Stunde trüb!
Und hüte deine Zunge wohl,
Bald ist ein böses Wort gesagt!
O Gott, es war nicht bös gemeint, -
Der andre aber geht und klagt.
O lieb', solang du lieben kannst!
O lieb', solang du lieben magst!
Die Stunde kommt, die Stunde kommt,
Wo du an Gräbern stehst und klagst!
Dann kniest du nieder an der Gruft
Und birgst die Augen, trüb und naß,
- Sie sehn den andern nimmermehr -
Ins lange, feuchte Kirchhofsgras.
Und sprichst: O schau' auf mich herab,
Der hier an deinem Grabe weint!
Vergib, daß ich gekränkt dich hab'!
O Gott, es war nicht bös gemeint!
Er aber sieht und hört dich nicht,
Kommt nicht, daß du ihn froh umfängst;
Der Mund, der oft dich küßte, spricht
Nie wieder: Ich vergab dir längst!
Er tat's, vergab dir lange schon,
Doch manche heiße Träne fiel
Um dich und um dein herbes Wort -
Doch still - er ruht, er ist am Ziel!
O lieb', solang du lieben kannst!
O lieb', solang du lieben magst!
Die Stunde kommt, die Stunde kommt,
Wo du an Gräbern stehst und klagst!
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Ferdinand Freiligrath
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BECKMANN: Ach, du bist also der liebe Gott. Wer hat dich eigentlich so genannt, lieber Gott? Die Menschen? Ja? Oder du selbst?
GOTT: Die Menschen nennen mich den lieben Gott.
BECKMANN: Seltsam, ja, das müssen ganz seltsame Menschen sein, die dich so nennen. Das sind wohl die Zufriedenen, die Satten, die Glücklichen, und die, die Angst vor dir haben. Die im Sonnenschein gehen, verliebt oder satt oder zufrieden – oder die es nachts mit der Angst kriegen, die sagen: Lieber Gott! Lieber Gott! Aber ich sage nicht Lieber Gott, du, ich kenne keinen, der ein lieber Gott ist, du!
GOTT: Mein Kind, mein armes –
BECKMANN: Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott? Warst du lieb, als du meinen Jungen, der gerade ein Jahr alt war, als du meinen kleinen Jungen von einer brüllenden Bombe zerreißen ließt? Warst du da lieb, als du ihn ermorden ließt, lieber Gott, ja?
GOTT: Ich hab ihn nicht ermorden lassen.
BECKMANN: Nein, richtig. Du hast es nur zugelassen. Du hast nicht hingehört, als er schrie und als die Bomben brüllten. Wo warst du da eigentlich, als die Bomben brüllten, lieber Gott? Oder warst du lieb, als von meinem Spähtrupp elf Mann fehlten? Elf Mann zu wenig, lieber Gott, und du warst gar nicht da, lieber Gott. Die elf Mann haben gewiß laut geschrien in dem einsamen Wald, aber du warst nicht da, einfach nicht da, lieber Gott. Warst du in Stalingrad lieb, lieber Gott, warst du da lieb, wie? Ja? Wann warst du denn eigentlich lieb, Gott, wann? Wann hast du dich jemals um uns gekümmert, Gott?
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Wolfgang Borchert (Draußen vor der Tür)
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Das verschlug mir für einen Moment die Sprache, ich hatte nicht gedacht, dass es so schlimm um sie stand. »Das tut mir leid … Kann ich irgendetwas tun?«
Nat lächelte schwach. »Hast du das nicht schon? Danke. Hau dich lieber ins Bett. Du musst früh raus. Oder hast du morgen keine Schicht?«
Während ich die restliche Soße in einen Behälter füllte und in den Kühlschrank stellte, nickte ich bejahend. »Stimmt, Punkt fünf muss ich dort sein, um bei den Vorbereitungen zu helfen.«
Seit ich vor sechs Monaten aus Amerika zurückgekommen war, jobbte ich als Frühstückskellner im Radisson Blu Palais Hotel, direkt am Parkring. Eine feine Adresse in Wien, vollgestopft mit gut betuchten Damen, die gerne zu viel Trinkgeld gaben. Mir konnte das mehr als Recht sein. Nur das Aufstehen war die Hölle.
»Du weißt, wie streng meine Chefin ist, da gibt es kein Zuspätkommen.«
Bei meinen Worten prustete Nat los: »Ja klar, als ob du sie nicht schon längst um den Finger gewickelt hättest mit deinen tiefblauen Augen«, wobei er das Wort tiefblau mit den Fingern in Anführungszeichen setzte und zu quietschen versuchte, wie es eine Bekannte von uns letzten Samstag auf einer Party getan hatte. Verspielt klimperte ich mit den Wimpern und lehnte mich an die Küchenzeile. Wieder musste Nat schmunzeln, wobei er dieses Mal schluckte, bevor er weiterredete: »Hör auf mit dem Scheiß. Verdammt, wenn ich eine Braut wäre, würde ich auch auf dich stehen. Aber weißt du was?« Nun tippte er mit der leeren Gabel in meine Richtung. »Ich würde nie mit dir ins Bett gehen, weil ich Angst vor Syphilis hätte.«
Theatralisch griff ich mir mit der Hand an die Brust und verzog schmerzverzerrt das Gesicht. »Das tut weh! Dabei wärst du so eine geile Schnitte, mit deinen blonden Locken und braunen Augen. Du brichst mir das Herz.«
Endlich erreichte Nats Lächeln auch wieder seine Augen und ich atmete innerlich erleichtert auf, bevor ich weiter blödelte. »Du bräuchtest dir gar keine Sorgen darum zu machen, Schatz. Ich nehme doch immer ein Kondom.«
»Zum Glück«, betonte er laut, »für die ganze Stadt, sonst würden drei Viertel der Frauen bereits krank im Spital liegen.«
Damit brachte er auch mich zum Lachen. »Du bist ein Idiot.«
Anstatt mir eine schnelle Retourkutsche zu verpassen, zwinkerte er mir zu und stopfte sich genüsslich den nächsten Happen in den Mund. »Deshalb ist es auch keine schlechte Idee, wenn du wieder losziehst, um die Frauen anderer Städte zu beglücken, damit unsere in Frieden weiterleben können. Weißt du schon, wann es soweit ist?«
Eigentlich hatte ich vorgehabt, spätestens im Herbst aufzubrechen und wieder für einige Zeit in Amerika herumzustreunen. Doch so wie mich Nat jetzt anguckte, wie ein zurückgelassener Welpe, meldete sich mein schlechtes Gewissen. Daher zuckte ich mit den Schultern. »Keine Ahnung. In den nächsten Monaten vielleicht. Warum?«
Er fragte nicht grundlos, etwas in seinem Blick machte mich unruhig, aber ich konnte nicht sagen was oder warum. Wir hatten die letzten Wochen schon einige Male darüber geredet. Bisher hatte er noch nie Probleme damit gehabt, dass ich manchmal für drei, vier Monate aus dem Land verschwand. Nat leckte die Gabel ab und stellte das Geschirr in die Spüle. »Nichts. Nur so.«
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(Bildquelle: pinterest)
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Martina Riemer
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Ich bin derselbe noch, der bange
dich manchmal fragte, wer du seist.
Nach jedem Sonnenuntergange
bin ich verwundet und verwaist,
ein blasser Allem Abgelöster
und ein Verschmähter jeder Schar,
und alle Dinge stehn wie Klöster,
in denen ich gefangen war.
Dann brauch ich dich, du Eingeweihter,
du sanfter Nachbar jeder Not,
du meines Leidens leiser Zweiter,
du Gott, dann brauch ich dich wie Brot.
Du weißt vielleicht nicht, wie die Nächte
für Menschen, die nicht schlafen, sind:
da sind sie alle Ungerechte,
der Greis, die Jungfrau und das Kind.
Sie fahren auf wie totgesagt,
von schwarzen Dingen nah umgeben,
und ihre weißen Hände beben,
verwoben in ein wildes Leben
wie Hunde in ein Bild der Jagd.
Vergangenes steht noch bevor,
und in der Zukunft liegen Leichen,
ein Mann im Mantel pocht am Tor,
und mit dem Auge und dem Ohr
ist noch kein erstes Morgenzeichen,
kein Hahnruf ist noch zu erreichen.
Die Nacht ist wie ein großes Haus.
Und mit der Angst der wunden Hände
reißen sie Türen in die Wände, -
dann kommen Gänge ohne Ende,
und nirgends ist ein Tor hinaus.
Und so, mein Gott, ist jede Nacht;
immer sind welche aufgewacht,
die gehn und gehn und dich nicht finden.
Hörst du sie mit dem Schritt von Blinden
das Dunkel treten?
Auf Treppen, die sich niederwinden,
hörst du sie beten?
Hörst du sie fallen auf den schwarzen Steinen?
Du musst sie weinen hören; denn sie weinen.
Ich suche dich, weil sie vorübergehn
an meiner Tür. Ich kann sie beinah sehn.
Wen soll ich rufen, wenn nicht den,
der dunkel ist und nächtiger als Nacht.
Den Einzigen, der ohne Lampe wacht
und doch nicht bangt; den Tiefen, den das Licht
noch nicht verwöhnt hat und von dem ich weiß,
weil er mit Bäumen aus der Erde bricht
und weil er leis
als Duft in mein gesenktes Angesicht
aus Erde steigt.
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Rainer Maria Rilke
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Mach dir keinen Kummer, ich werde dich lieben und dir die schrecklichen Sachen ersparen, von denen dir deine Schulfreundinnen erzählen: Sachen, wie sie angeblich in Hochzeitsnächten passieren; glaub dem Geflüster dieser Närrinnen nicht; wir werden lachen, wenn es soweit ist, bestimmt, ich verspreche es dir, aber du mußt noch warten, ein paar Wochen, höchstens einen Monat, bis ich den Blumenstrauß kaufen, die Droschke mieten, vor eurem Haus vorfahren kann. Wir werden reisen, uns die Welt anschauen, du wirst mir Kinder schenken, fünf, sechs, sieben; die Kinder werden mir Enkel schenken, fünfmal, sechsmal, siebenmal sieben; du wirst nie merken, daß ich arbeite; ich werde dir den Männerschweiß ersparen, Muskelernst und Uniformernst; alles geht mir leicht von der Hand, ich hab's gelernt, ein bißchen studiert, hab den Schweiß im voraus bezahlt; ich bin kein Künstler; mach dir keine Illusionen; ich werde dir weder falsche noch echte Dämonie bieten können, das wovon dir deine Freundinnen Gruselmärchen erzählen, werden wir nicht im Schlafzimmer tun, sondern im Freien: du sollst den Himmel über dir sehen. Blätter oder Gräser sollen dir ins Gesicht fallen, du sollst den Geruch eines Herbstabends schmecken und nicht das Gefühl haben, an einer widerwärtigen Turnübung teilzunehmen, zu der du verpflichtet bist; du sollst herbstliches Gras riechen, wir werden im Sand liegen, unten am Flußufer, zwischen den Weidenbüschen, gleich oberhalb der Spur, die das Hochwasser hinterließ; Schlifstengel, Korken, Schuhkremdosen, eine Rosenkranzperle, die einer Schifferfrau über Bord fiel, und in einer Limonadenflasche eine Post; in der Luft der bittere Rauch der Schiffsschornsteine; rasselnde Ankerketten; wir werden keinen blutigen Ernst draus machen, obwohl's natürlich ernst und blutig ist".
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Heinrich Böll (Billard um halbzehn / Ansichten eines Clowns / Ende einer Dienstfahrt)
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Hin und wieder hat das Schicksal Ähnlichkeit mit einem örtlichen Sandsturm, der unablässig die Richtung wechselt. Sobald du deine Laufrichtung änderst, um ihm auszuweichen, ändert auch der Sturm seine Richtung, um dir zu folgen. Wieder änderst du die Richtung.
Und wieder schlägt der Sturm den gleichen Weg ein. Dies wiederholt sich Mal für Mal, und es ist, als tanztest du in der Dämmerung einen wilden Tanz mit dem Totengott.
Dieser Sturm ist jedoch kein beziehungsloses Etwas, das irgendwoher aus der Ferne heraufzieht. Eigentlich bist der Sandsturm du selbst. Etwas in dir. Also bleibt dir nichts anderes übrig, als dich damit abzufinden und, so gut es geht, einen Fuß vor den Anderen zu setzen, Augen und Ohren fest zu verschließen, damit kein Sand eindringt, und dich Schritt für Schritt herauszuarbeiten.
Vielleicht scheint dir auf diesem Weg weder Sonne noch Mond, vielleicht existiert keine Richtung und nicht einmal die Zeit. Nur winzige, weiße Sandkörner, wie Knochenmehl, wirbeln bis hoch hinauf in den Himmel. So sieht der Sandsturm aus, den ich mir vorstelle.
Natürlich kommst du durch. Durch diesen tobenden Sandsturm. Diesen metaphysischen, symbolischen Sandsturm. Doch auch wenn er metaphysisch und symbolisch ist, wird er dir wie mit tausend Rasierklingen das Fleisch aufschlitzen. Das Blut vieler Menschen wird fließen, auch dein eigenes. Warmes, rotes Blut. Du wirst dieses Blut mit beiden Händen auffangen. Es ist dein Blut und das der Vielen.
Auch wenn der Sandsturm vorüber ist, wirst du kaum begreifen können, wie du ihn durchquert und überlebt hast. Du wirst auch nicht sicher sein, ob er wirklich vorüber ist. Nur eins ist sicher. Derjenige, der aus dem Sandsturm kommt, ist nicht mehr Derjenige, der durch ihn hindurchgegangen ist. Darin liegt der Sinn eines Sandsturms.
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Haruki Murakami (Kafka on the Shore)
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Sehr oft werde ich nach meinem Lieblingskomponisten gefragt - eine typische Frage von Laien an Musiker, eine, die wir Musiker uns gegenseitig wohl eher selten stellen. Vielleicht weil wir sie vordergründig als banal empfinden. Vielleicht auch, weil eine direkte Antwort darauf, ehrlich gesagt, unmöglich ist.
Musik ist zu meinem Leben geworden. Nichts von dem, was ich tue, hat nicht irgendwas mit Musik zu tun. Ich habe Werke berühmter und weniger bekannter Komponisten einstudiert und dirigiert, aus ganz unterschiedlichen Epochen. Ich habe versucht, sie zu verstehen. Unzählige Stunden habe ich darüber nachgedacht, wie die Orchester, die ich dirigiere, die Werke spielen könnten, um dem Publikum die darin liegenden Aussagen nahe zubringen. Ich habe mich bemüht, bis zum Kern der Kompositionen vorzudringen und so mancher Rätselhaftigkeit auf die Spur zu kommen. Ich tue es heute noch. So sind mir meist die Komponisten, mit deren Werken ich mich gerade intensiv beschäftige, am präsentesten und vielleicht in dem Moment auch am nächsten. Aber sind sie mir dann auch die liebsten ?
Ich weiß es nicht. Meine Entdeckungsreise durch die Welt der klassischen Musik, die vor sechzig Jahren an der Westküste Kaliforniens in einem Fischerdorf begann, ist längst nicht zu Ende. Im Gegenteil : Meine künstlerische Neugier treibt mich täglich weiter in diese faszinierte Welt hinein, deren Umfang immer größer wird, je tiefer ich in sie vordringe. Die Welt der Musik gleicht unserem expandierenden Universum. Je mehr ich mich mit Musik befasse, desto weniger meine ich über sie zu wissen. Wie also sollte ich diese offenbar gar nicht so banale Frage nach meinem Lieblingskomponisten beantworten ?
Vielleicht, indem ich sie anders formuliere : "In deiner freien Zeit, in Stunden, die nicht verplant sind und ganz dir gehören - welche Musik würdest du dann für dich spielen ?" Die Antwort darauf ist viel einfacher. Es ist die Musik von Johann Sebastian Bach. Das sage ich ohne den Hauch eines Zweifels. Von frühester Kindheit an hat mich Bach verfolgt und ich ihn. Bis heute. Seine Musik lässt mich nicht los. Ihre Tiefe ist unendlich. Sie vereint alles, was klassische Musik ausmacht. Und bis heute bin ich auf der Suche nach dem Warum.
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Kent Nagano Erwarten Sie Wunder
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Du sollst dir kein Bildnis machen.
Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertig werden: weil wir sie lieben; solang wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Mögliche voll, aller Geheimnisse voll, unfaßbar ist der Mensch, den man liebt -
Nur die Liebe erträgt ihn so.
Warum reisen wir?
Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie und kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei - es ist ohnehin schon wenig genug.
Unsere Meinung, dass wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedesmal, aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind - nicht weil wir das andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch, fertig für uns. Er muss es sein. Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei.
„Du bist nicht“, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte: „wofür ich dich gehalten haben.“
Und wofür hat man sich denn gehalten?
Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat.
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Man wird das Gegenteil, aber man wird es durch den anderen.
(…)
In gewissen Grad sind wir wirklich das Wesen, das die andern in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! auch wir sind die Verfasser der anderen; (…)
Wir halten uns für den Spiegel und ahnen nur selten, wie sehr der andere seinerseits eben der Spiegel unseres erstarrten Menschenbildes ist, unser Erzeugnis, unser Opfer -.“ -Tagebücher von 1946-1949
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Max Frisch
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Ehre und Scham vor dem Schlafe! Das ist das Erste! Und Allen aus dem Wege gehn, die schlecht schlafen und Nachts wachen! Schamhaft ist noch der Dieb vor dem Schlafe: stets stiehlt er sich leise durch die Nacht. Schamlos aber ist der Wächter der Nacht, schamlos trägt er sein Horn. Keine geringe Kunst ist schlafen: es thut schon Noth, den ganzen Tag darauf hin zu wachen. Zehn Mal musst du des Tages dich selber überwinden: das macht eine gute Müdigkeit und ist Mohn der Seele. Zehn Mal musst du dich wieder dir selber versöhnen; denn Überwindung ist Bitterniss, und schlecht schläft der Unversöhnte. Zehn Wahrheiten musst du des Tages finden: sonst suchst du noch des Nachts nach Wahrheit, und deine Seele blieb hungrig. Zehn Mal musst du lachen am Tage und heiter sein: sonst stört dich der Magen in der Nacht, dieser Vater der Trübsal. Wenige wissen das: aber man muss alle Tugenden haben, um gut zu schlafen. Werde ich falsch Zeugniss reden? Werde ich ehebrechen? Werde ich mich gelüsten lassen meines Nächsten Magd? Das Alles vertrüge sich schlecht mit gutem Schlafe. Und selbst wenn man alle Tugenden hat, muss man sich noch auf Eins verstehn: selber die Tugenden zur rechten Zeit schlafen schicken. Dass sie sich nicht mit einander zanken, die artigen Weiblein! Und über dich, du Unglückseliger! Friede mit Gott und dem Nachbar: so will es der gute Schlaf. Und Friede auch noch mit des Nachbars Teufel! Sonst geht er bei dir des Nachts um. Ehre der Obrigkeit und Gehorsam, und auch der krummen Obrigkeit! So will es der gute Schlaf. Was kann ich dafür, dass die Macht gerne auf krummen Beinen Wandelt? Der soll mir immer der beste Hirt heissen, der sein Schaf auf die grünste Aue führt: so verträgt es sich mit dem gutem Schlafe. Viel Ehren will ich nicht, noch grosse Schätze: das entzündet die Milz. Aber schlecht schläft es sich ohne einen guten Namen und einen kleinen Schatz. Eine kleine Gesellschaft ist mir willkommener als eine böse: doch muss sie
gehn und kommen zur rechten Zeit. So verträgt es sich mit gutem Schlafe. Sehr gefallen mir auch die Geistig-Armen: sie fördern den Schlaf. Selig sind die, sonderlich, wenn man ihnen immer Recht giebt. Also läuft der Tag dem Tugendsamen. Kommt nun die Nacht, so hüte ich mich wohl, den Schlaf zu rufen! Nicht will er gerufen sein, der Schlaf, der der Herr der Tugenden ist! Sondern ich denke, was ich des Tages gethan und gedacht. Wiederkäuend frage ich mich, geduldsam gleich einer Kuh: welches waren doch deine zehn Überwindungen? Und welches waren die zehn Versöhnungen und die zehn Wahrheiten und die zehn Gelächter, mit denen sich mein Herz gütlich that? Solcherlei erwägend und gewiegt von vierzig Gedanken, überfällt mich auf einmal der Schlaf, der Ungerufne, der Herr der Tugenden. Der Schlaf klopft mir auf meine Auge: da wird es schwer. Der Schlaf berührt mir den Mund: da bleibt er offen. Wahrlich, auf weichen Sohlen kommt er mir, der liebste der Diebe, und stiehlt mir meine Gedanken: dumm stehe ich da wie dieser Lehrstuhl. Aber nicht lange mehr stehe ich dann: da liege ich schon.
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Friedrich Nietzsche (Thus Spoke Zarathustra)
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Die „Bhagavad Gita“ sagt: „Gibt alles Handeln auf und nimm Zuflucht zu mir, der nondualen Realität. Ich werde dich von allen Sünden befreien. Sorge dich nicht.“ (Bhagavad Gita 18.66)
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James Swartz (Yoga der Liebe: Naradas Bhakti Sutra aus der Perspektive des Vedanta)
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Aber ich weiß, dass deine Maßstäbe unglaublich hoch sind. Ich glaube, die meisten Menschen könnten ihnen nicht genügen. Nicht ständig. Und genauso kann ich kritisch sein und dich trotzdem sehr gern haben. Ich kann nicht anders, als es zu bemerken, aber das ändert nichts an meinen wirklichen Gefühlen.
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Elizabeth Jane Howard (Marking Time (Cazalet Chronicles, #2))
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Natürlich war ich nicht der Einzige in meiner Klasse, der in schäbigen Klamotten rumlief. Aber die Sorgen der anderen, falls Sie das noch nicht bemerkt haben, trösten einen nicht. Man fühlt sich noch nicht mal weniger allein. Manchmal sogar ganz im Gegenteil.
Landremont, der viel erzählt, wenn der Tag lang ist, sagt immer "Was dich nicht umbringt, macht dich stark." Das soll also das Leben sein: Entweder du bist stark, oder Du bist tot?
Was für eine Scheißauswahl.
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Marie-Sabine Roger (Das Labyrinth der Wörter)
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Pass auf, Mädchen, das das hier ist schneller vorbei, als du schauen kannst. Wenn du dich nicht auf der Stelle locker machst, wirst du den Spaß komplett verpassen.
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Oprah Winfrey (Was ich vom Leben gelernt habe)
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Ich habe dich schon geliebt, ehe ich wusste, was das bedeutet.
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Renee Carlino (Nur einen Herzschlag entfernt)
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Du bist gesund, meinte er. Morgen sagst du mir, wohin ich dich bringen soll.
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Jennifer Egan (Manhattan Beach)