Gott Mit Uns Quotes

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[Said during a debate when his opponent asserted that atheism and belief in evolution lead to Nazism:] Atheism by itself is, of course, not a moral position or a political one of any kind; it simply is the refusal to believe in a supernatural dimension. For you to say of Nazism that it was the implementation of the work of Charles Darwin is a filthy slander, undeserving of you and an insult to this audience. Darwin’s thought was not taught in Germany; Darwinism was so derided in Germany along with every other form of unbelief that all the great modern atheists, Darwin, Einstein and Freud were alike despised by the National Socialist regime. Now, just to take the most notorious of the 20th century totalitarianisms – the most finished example, the most perfected one, the most ruthless and refined one: that of National Socialism, the one that fortunately allowed the escape of all these great atheists, thinkers and many others, to the United States, a country of separation of church and state, that gave them welcome – if it’s an atheistic regime, then how come that in the first chapter of Mein Kampf, that Hitler says that he’s doing God’s work and executing God’s will in destroying the Jewish people? How come the fuhrer oath that every officer of the Party and the Army had to take, making Hitler into a minor god, begins, “I swear in the name of almighty God, my loyalty to the Fuhrer?” How come that on the belt buckle of every Nazi soldier it says Gott mit uns, God on our side? How come that the first treaty made by the Nationalist Socialist dictatorship, the very first is with the Vatican? It’s exchanging political control of Germany for Catholic control of German education. How come that the church has celebrated the birthday of the Fuhrer every year, on that day until democracy put an end to this filthy, quasi-religious, superstitious, barbarous, reactionary system? Again, this is not a difference of emphasis between us. To suggest that there’s something fascistic about me and about my beliefs is something I won't hear said and you shouldn't believe.
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Christopher Hitchens
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Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? Damit es uns glücklich macht, wie Du schreibst? Mein Gott, glücklich wären wir eben auch, wenn wir keine Bücher hätten, und solche Bücher, die uns glücklich machen, könnten wir zur Not selber schreiben. Wir brauchen aber die Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt, wie der Tod eines, den wir lieber hatten als uns, wie wenn wir in Wälder vorstoßen würden, von allen Menschen weg, wie ein Selbstmord, ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.
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Franz Kafka
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Gott mit uns,
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Richard Fox (The Ruins of Anthalas (The Ember War Saga #2))
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Wir sollen es mit den Kindern machen wie Gott mit uns, der uns am glücklichsten macht, wenn er uns in freundlichem Wahne so hintaumeln läßt.
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Johann Wolfgang von Goethe (The Sorrows of Young Werther)
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Wir Menschen beklagen uns oft, dass der guten Tage so wenig sind und der schlimmen so viel - meist mit Unrecht. Wenn wir immer ein offenes Herz hätten, das Gute zu genießen, das Gott für jeden Tag bereitet, wir würden alsdann auch Kraft genug haben, das Übel zu ertragen, wenn es kommt.
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Johann Wolfgang von Goethe (Die Leiden des jungen Werther (German Edition))
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Wir Juden haben die Völker mit einem ewigen Gott belastet, und darum hassen sie uns.
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Isaac Bashevis Singer (Shosha)
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holy cards; they’re the ones with Gott mit uns on their belts. German priests’re telling them they’re fighting a holy war against us. We’re busy making martyrs of each other, fighting Godlessness. Same religions sending us all to the same heaven. We won’t be able to turn around up there. All young guys, no girls, no women, no old people, no priests.’ I’m awake now. Amazing
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William Wharton (A Midnight Clear)
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Sind das Schneeengel, die sie da nachmacht?" Und dabei dachte ich, Kelsey wäre verrückt. Obwohl Sarah, wie sie sich im Bett wälzte, eigentlich ganz süß aussah – auf die schräge Art. „Oh Gott, ist die knuffig. Darf ich sie behalten, bitte, bitte“, flehte Kelsey neben mir und ihre Augen leuchten, was mich kurz zum Lachen brachte. „Sie ist kein Chihuahua, denn du behalten kannst.“ Kelsey schmollte, was bedeutete, dass sie auf ihre typische Art, die Unterlippe wie ein Kleinkind nach vorne schob. „Aber ich füttere sie auch und bin ganz lieb zu ihr. Versprochen.“ In diesem Moment stoppte Sarah abrupt mit ihren Bewegungen, setzte sich auf die Knie und starrte uns mit roten Wangen an. Zuerst blickte sie zu Kelsey, zu mir und dann wieder zu Kelsey, bevor sie bei mir hängen blieb. „Hat sie etwa gerade gesagt, ich sei ein Hund?“ Ich prustete los und Kelsey zwinkerte Sarah zu. „Eigentlich hat sie gesagt, dass du knuffig bist und sie dich behalten will, worauf ich gemeint habe, du bist kein Chihuahua.“ „Das ist aber auch nicht besser“, gab sie irritiert zurück, und ich zuckte mit den Schultern. „Es gibt aber Schlimmeres." (Johnny)
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Martina Riemer (Road to Hallelujah (Herzenswege #1))
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Als Kind, da war so ein Vorhang, vor einer kleinen Besenkammer, und da hab ich mich hineingestellt, mit der Hand oben, und wenn meine Großmutter vorbeigegangen ist, habe ich die Hand herunterfallen lassen. Die ist zu Tode erschrocken, immer! Aber nicht jeden Tag. Wenn ich das Gefühl gehabt habe, jetzt hat sie die Sache vergessen, jetzt kann ich's wieder machen, hat's immer gewirkt. Und das kann man nicht mehr, ist ja auch keine Großmutter mehr da, aber dann sind's eben solche Sachen. Oder daß jemand sagt: »Kommen Sie zu uns, lesen Sie vor«, und ich sag nein. Da hab' ich meinen Mordsspaß. Da denk ich mir zwar, Gott bist du blöd, das Geld, alles ist weg, aber der Spaß ist dann vielleicht noch größer.
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Thomas Bernhard (Thomas Bernhard - eine Begegnung: Gespräche mit Krista Fleischmann)
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Als Kind, da war so ein Vorhang, vor einer kleinen Besenkammer, und da hab' ich mich hineingestellt, mit der Hand oben, und wenn meine Großmutter vorbeigegangen ist, habe ich die Hand herunterfallen lassen. Die ist zu Tode erschrocken, immer! Aber nicht jeden Tag. Wenn ich das Gefühl gehabt habe, jetzt hat sie die Sache vergessen, jetzt kann ich's wieder machen, hat's immer gewirkt. Und das kann man nicht mehr, ist ja auch keine Großmutter mehr da, aber dann sind's eben solche Sachen. Oder daß jemand sagt: »Kommen Sie zu uns, lesen Sie vor«, und ich sag' nein. Da hab' ich meinen Mordsspaß. Da denk' ich mir zwar, Gott bist du blöd, das Geld, alles ist weg, aber der Spaß ist dann vielleicht noch größer.
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Thomas Bernhard (Thomas Bernhard - eine Begegnung: Gespräche mit Krista Fleischmann)
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Daß ein liebendes Volk in des Vaters Armen gesammelt, Menschlichfreudig, wie sonst, und Ein Geist allen gemein sei. Aber weh! es wandelt in Nacht, es wohnt, wie im Orkus, Ohne Göttliches unser Geschlecht. Ans eigene Treiben Sind sie geschmiedet allein und sich in der tosenden Werkstatt Höret jeglicher nur und viel arbeiten die Wilden Mit gewaltigem Arm, rastlos, doch immer und immer Unfruchtbar, wie die Furien, bleibt die Mühe der Armen. Bis erwacht vom ängstigen Traum, die Seele den Menschen Aufgeht, jugendlichfroh, und der Liebe segnender Othem Wieder, wie vormals, oft, bei Hellas blühenden Kindern, Wehet in neuer Zeit und über freierer Stirne Uns der Geist der Natur, der fernherwandelnde, wieder Stilleweilend der Gott in goldnen Wolken erscheinet.
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Friedrich Hölderlin
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Mag dein Leben noch so armselig sein, nimm es auf dich und lebe es; versuche nicht, dich darum zu drücken, und beschimpfe es nicht. Es ist nicht so schlecht wie du. Es sieht am ärmsten aus, wenn du am reichsten bist. [...] Liebe dein Leben, arm wie es ist. Selbst im Armenhaus kann man vergnügte, ergreifende und erhebende Stunden erleben. Die untergehende Sonne spiegelt sich in seinen Fenstern genau wie in denen eines Palastes, und der Schnee davor schmilzt zur gleichen Zeit. [...] Die Dinge ändern sich nicht; wir ändern uns. Verkaufe deine Kleider und behalte deine Gedanken. Gott wird dafür sorgen, daß es dir an Gesellschaft nicht mangelt. [...] Demut wie auch Dunkelheit enthüllen das himmlische Licht. Die Schatten von Armut und Niedrigkeit umgeben uns, >> doch siehe! die Schöpfung dehnt sich vor unseren Augen aus <<. [...] Mit überflüssigem Reichtum kann man nur Überflüssiges kaufen. Um den Erfordernissen der Seele gerecht zu werden, braucht man kein Geld.
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Henry David Thoreau
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»Und Sie, Herr Hyazinth, [...] sind Sie etwa kein Freund von der katholischen Religion?« »Ich bin ein Freund davon, und bin auch wieder kein Freund davon«, antwortete jener mit bedenklichem Kopfwiegen. »Es ist eine gute Religion für einen vornehmen Baron, der den ganzen Tag müßig gehen kann, und für einen Kunstkenner; aber es ist keine Religion für einen Hamburger [...]. Ich sehe das Pläsier nicht ein, es ist eine Religion als wenn der liebe Gott, Gott bewahre, eben gestorben wäre, und es riecht dabei nach Weihrauch, wie bei einem Leichenbegängnis, und dabei brummt eine so traurige Begräbnismusik, daß man die Melancholik bekömmt – ich sage Ihnen, es ist keine Religion für einen Hamburger.« »Aber, Herr Hyazinth, wie gefällt Ihnen denn die protestantische Religion?« »Die ist mir wieder zu vernünftig, Herr Doktor, und gäbe es in der protestantischen Kirche keine Orgel, so wäre sie gar keine Religion. Unter uns gesagt, diese Religion schadet nichts und ist so rein wie ein Glas Wasser, aber, sie hilft auch nichts.[...]«
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Heinrich Heine (Die Bäder von Lucca/Die Stadt Lucca)
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[…] Ich möchte aber gern noch einmal auf meinen Ratschlag zurückkommen; ich finde nämlich, dass du dein Leben radikal ändern und ganz mutig Dinge in Angriff nehmen solltest, die dir früher nie in den Sinn gekommen wären oder vor denen du im letzten Moment zurückgeschreckt bist. So viele Leute sind unglücklich mit ihrem Leben und schaffen es trotzdem nicht, etwas an ihrer Situation zu ändern, weil sie total fixiert sind auf ein angepasstes Leben in Sicherheit, in dem möglichst alles gleichbleibt – alles Dinge, die einem scheinbar inneren Frieden garantieren. In Wirklichkeit wird die Abenteuerlust im Menschen jedoch am meisten durch eine gesicherte Zukunft gebremst. Leidenschaftliche Abenteuerlust ist die Quelle, aus der der Mensch die Kraft schöpft, sich dem Leben zu stellen. Freude empfinden wir, wenn wir neue Erfahrungen machen, und von daher gibt es kein größeres Glück als in einem immer wieder wechselnden Horizont blicken zu dürfen, an dem jeder Tag mit einer neuen ganz anderen Sonne anbricht. Wenn du mehr aus deinem Leben machen willst, Ron, dann muss du deine Vorliebe für monotone, gesicherte Verhältnisse ablegen und das Chaos in dein Leben lassen, auch wenn es dir am Anfang verrückt erscheinen mag. Aber sobald du dich an ein solches Leben einmal gewöhnt hast, wirst du die volle Bedeutung erkennen, die darin verborgen liegt, und die schier unfassbare Schönheit. Um es auf den Punkt zu bringen, Ron: Geh fort raus Salton City und fang an zu reisen. […] Sei nicht so träge und bleib nicht einfach immer am selben Platz. Beweg dich, reise, werde ein Nomade, erschaffe dir jeden Tag einen neuen Horizont. Du wirst noch so lange leben, Ron, und es wäre eine Schande, wenn du die Gelegenheit nicht nutzen würdest, dein Leben von Grund auf zu ändern, um in ein vollkommen neues Reich der Erfahrungen einzutreten. Es stimmt nicht, wenn du glaubst, dass Glück einzig und allein zwischenmenschlichen Beziehungen entspringt. Gott hat es überall um uns herum verteilt. Es steckt in jeder kleinen Erfahrung, die wir machen. Wir müssen einfach den Mut haben, uns von unserem gewohnten Lebensstil abzukehren und uns auf ein unkonventionelles Leben einzulassen. Vor allem möchte ich dir sagen, dass du weder mich noch sonstwen brauchst, um dieses neue, hoffnungsfroh schimmernde Licht in dein Leben zu bringen. Du musst nur zur Tür hinausgehen und die Hand danach ausstrecken und schon ist es dein. Du selbst bist dein einziger Feind, du und deine Sturheit, mit der du dich weigerst, dich auf etwas Neues einzulassen. […] Du wirst staunen, was es alles zu sehen gibt, und du wirst Leute kennenlernen, von denen man eine Menge lernen kann. Aber mach es ohne viel Geld, keine Motels, und dein Essen kochst du dir selbst. Je weniger du ausgibst, desto höher der Erlebniswert. […]
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Jon Krakauer (Into the Wild)
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Hyperions Schicksalslied Ihr wandelt droben im Licht Auf weichem Boden, selige Genien! Glänzende Götterlüfte Rühren euch leicht, Wie die Finger der Künsterlin Heilige Saiten. Schicksallos, wie der schlafende Säugling, atmen die Himmlischen; Keusch bewahrt In bescheidener Knospe, Blühet ewig Ihnen der Geist, Und die seligen Augen Blicken in stiller Ewiger Klarheit. Doch ist uns gegeben, Auf keiner Stätte zu ruhn, Es schwinden, es fallen Die leidenden Menschen Blindlings von einer Stunde zu andern, Wie Wasser von Klippe Zu Klippe geworfen, Jahrlang ins Ungewisse hinab. Da ich ein Knabe war... Da ich ein Knabe war, Rettet’ ein Gott mich oft Vom Geschrei und der Rute der Menschen, Da spielt ich sicher und gut Mit den Blumen des Hains, Und die Lüftchen des Himmels Spielten mit mir. Und wie du das Herz Der Pflanzen erfreust, Wenn sie entgegen dir die zarten Arme strecken, So hast du mein Herz erfreut, Vater Helios! Und, wie Endymion, War ich dein Liebling, Heilige Luna! O all ihr treuen Freundlichen Götter! Daß ihr wüßtet, Wie euch meine Seele geliebt! Zwar damals rief ich noch nicht Euch mit Namen, auch ihr Nanntet mich nie, wie die Menschen sich nennen, Als kennten sie sich. Doch kannt ich euch besser, Als ich je die Menschen gekannt, Ich verstand die Stille des Äthers, Der Menschen Worte verstand ich nie. Mich erzog der Wohllaut Des säuselnden Hains Und lieben lernt ich Unter den Blumen. Im Arme der Götter wuchs ich groß.
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Friedrich Hölderlin
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BECKMANN: Ach, du bist also der liebe Gott. Wer hat dich eigentlich so genannt, lieber Gott? Die Menschen? Ja? Oder du selbst? GOTT: Die Menschen nennen mich den lieben Gott. BECKMANN: Seltsam, ja, das müssen ganz seltsame Menschen sein, die dich so nennen. Das sind wohl die Zufriedenen, die Satten, die Glücklichen, und die, die Angst vor dir haben. Die im Sonnenschein gehen, verliebt oder satt oder zufrieden – oder die es nachts mit der Angst kriegen, die sagen: Lieber Gott! Lieber Gott! Aber ich sage nicht Lieber Gott, du, ich kenne keinen, der ein lieber Gott ist, du! GOTT: Mein Kind, mein armes – BECKMANN: Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott? Warst du lieb, als du meinen Jungen, der gerade ein Jahr alt war, als du meinen kleinen Jungen von einer brüllenden Bombe zerreißen ließt? Warst du da lieb, als du ihn ermorden ließt, lieber Gott, ja? GOTT: Ich hab ihn nicht ermorden lassen. BECKMANN: Nein, richtig. Du hast es nur zugelassen. Du hast nicht hingehört, als er schrie und als die Bomben brüllten. Wo warst du da eigentlich, als die Bomben brüllten, lieber Gott? Oder warst du lieb, als von meinem Spähtrupp elf Mann fehlten? Elf Mann zu wenig, lieber Gott, und du warst gar nicht da, lieber Gott. Die elf Mann haben gewiß laut geschrien in dem einsamen Wald, aber du warst nicht da, einfach nicht da, lieber Gott. Warst du in Stalingrad lieb, lieber Gott, warst du da lieb, wie? Ja? Wann warst du denn eigentlich lieb, Gott, wann? Wann hast du dich jemals um uns gekümmert, Gott?
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Wolfgang Borchert (DrauĂźen vor der TĂĽr)
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Du sollst dir kein Bildnis machen. Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertig werden: weil wir sie lieben; solang wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Mögliche voll, aller Geheimnisse voll, unfaßbar ist der Mensch, den man liebt - Nur die Liebe erträgt ihn so. Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie und kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei - es ist ohnehin schon wenig genug. Unsere Meinung, dass wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedesmal, aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind - nicht weil wir das andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch, fertig für uns. Er muss es sein. Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei. „Du bist nicht“, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte: „wofür ich dich gehalten haben.“ Und wofür hat man sich denn gehalten? Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat. (…) Man wird das Gegenteil, aber man wird es durch den anderen. (…) In gewissen Grad sind wir wirklich das Wesen, das die andern in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! auch wir sind die Verfasser der anderen; (…) Wir halten uns für den Spiegel und ahnen nur selten, wie sehr der andere seinerseits eben der Spiegel unseres erstarrten Menschenbildes ist, unser Erzeugnis, unser Opfer -.“ -Tagebücher von 1946-1949
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Max Frisch
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Alles, was einer Person zustoßen kann, bedarf einer entsprechenden Reaktion. Wenn die Reaktion richtig ist, kann es sie oder ihn näher zu Gott bringen: "Euch wurde der bewaffnete Kampf geboten, während er euch zuwider ist. Doch vielleicht hegt ihr Abneigung gegen etwas, während es gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr etwas, während es schlecht für euch ist. Und Allah weiß und ihr wisst nicht" [Koran: 2.216]. Ibn Abbas sagte, wenn jemand mit Bedrängnissen getestet wird, dass 3 Segnungen (oder Gnaden) darin vorzufinden sind: 1) die Bedrängnis hätte schlimmer sein können; 2) es geschah in weltlichen Angelegenheiten und nicht in spirituellen; und 3) es geschah in der vergänglichen Welt und nicht im ewigen Jenseits. Diese 3 Aspekte sind Gründe dafür, um Gott zu danken- auch, wenn es sich dabei um Bedrängnisse handelt. Es ist wichtig, dass man sich dabei das Leben des Propheten ﷺ anschaut und realisiert, dass niemand größere Bedrängnisse durchlebte, als er ﷺ. Der Prophet ﷺ erduldete, wie all seine Kinder begraben wurden; außer Fatima. Wie viele Menschen haben das in ihrem Leben erlebt? Von 6 Kindern sah er 5 von ihnen dahinscheiden. Sein Vater starb vor seiner Geburt. Seine Mutter verstarb, als er noch ein Junge war. Dann verstarb sein Erzieher: sein Großvater. Als er die Offenbarung empfing, erlebte er, wie seine Leute sich brutal und vehement gegen ihn wandten. Die Leute, die ihn anfänglich ehrten, verleumdeten ihn, betitelten ihn als Verrückten, Lügner und Zauberer. Sie verfolgten ihn und bewarfen ihn mit Steinen, bis er zu bluten begann. Sie boykottierten ihn und entwarfen beißende Schimpfwörter, mit denen sie ihn beleidigten. Er verlor seine engsten Freunde und Verwandte, unter ihnen Hamza, der auf dem Kriegsfeld getötet wurde. Seine allerliebste Frau Khadija verstarb nach 25 Jahren glückseliger Ehe, inmitten des schwierigsten Moments in seinem Leben. Abu Talib, sein Beschützer und Onkel, verstarb ebenso. Der Prophet ﷺ war das Ziel von 13 Mordanschlägen. Wie viele Menschen haben das alles jemals erlebt? Und trotzdem, in keiner einzigen Überlieferung ist zu lesen, dass er sich jemals darüber beschwert hat- er wandte sich lediglich flehentlich und bittend seinem Herren zu. ﷺ Mit Allahs göttlichen Urteilen unzufrieden zu sein, lässt einen in Kopflosigkeit (ghafla) stürzen. Imam al-Qarafi unterscheidet in seinem Buch "al-Furuq" (Die Unterschiede) zwischen göttlicher Anordnung und dem Zufrieden sein mit dem Urteil an sich. Sollten Menschen mit allem, was ihnen über dem Weg läuft, glücklich sein- auch mit den schlechten Dingen? Gott verfügt darüber, dass es übles in der Welt gibt, um die Menschheit zu testen (und aus Gründen, die Seiner Weisheit entsprechen). Wir sollten nicht unzufrieden mit Seiner Wahl sein. Doch wenn man sieht, wie die Gesellschaft in Unsittlichkeit verfällt, dann ist es etwas, womit man nicht zufrieden sein sollte oder gleichgültig reagieren sollte. Im Gegenteil, Gott fordert uns auf, es nicht zu mögen. Aber man sollte sich niemals darüber ärgern oder damit unzufrieden sein, dass Gott eine Welt mit solchen Dingen erschaffen hat- egal, wie ungut diese Dinge auch sein mögen. Wie Ibn Abbas daran erinnerte: jede Bedrängnis hätte schlimmer sein können; die Bedrängnis betraf weltliche Angelegenheiten und nicht die Religion; und sie kam in dieser Welt und nicht im Jenseits, welches ewig währt.
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Imam Mawlud (Purification of the Heart)
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Unsere Hingabe, unsere Liebe, unsere Freundschaft für Gott machen die ganze Schöpfung zu einer Quelle des Glücks. Im Hause eines guten Freundes und einer guten Freundin schmecken ein Laib Brot oder ein Glas Milch überaus köstlich; aber im Hause jemandes, den wir nicht mögen, sind auch die besten Gerichte ohne Geschmack. Sobald wir zu verstehen beginnen, dass sich die Wohnstätten im Hause Gottes in dieser Welt befinden mit ihren vielen Religionen, Völkern und Nationen, die doch alle im Hause Gottes vereint sind, dann wird auch eine ärmliche oder schwierige Lebenssituation früher oder später glücklicher und besser werden; denn wir fühlen, dass wir uns im Hause dessen befinden, den wir lieben und verehren; alles was uns begegnet, akzeptieren wir mit Liebe und Dankbarkeit, denn es kommt von dem Einen, das wir lieben. (S. 180)
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Hazrat Inayat Khan (Meisterschaft: Spirituelle Verwirklichung in dieser Welt)
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Gott vergilt nicht Gleiches mit Gleichem, und so soll es auch der Gerechte nicht tun. Nicht verurteilen, nicht schelten, sondern segnen. Die Welt hätte keine Hoffnung, wenn dies nicht wäre. Vom Segen Gottes und der Gerechten lebt die Welt und hat sie eine Zukunft. Segnen, das heißt die Hand auf etwas legen und sagen: du gehörst trotz allem Gott. So tun wir es mit der Welt, die uns solches Leiden zufügt. Wir verlassen sie nicht, wir verwerfen, verachten, verdammen sie nicht, sondern wir rufen sie zu Gott, wir geben ihr Hoffnung, wir legen die Hand auf sie und sagen: Gottes Segen komme über dich, er erneuere dich, sei gesegnet, du von Gott geschaffene Welt, die du deinem Schöpfer und Erlöser gehörst. Wir haben Gottes Segen empfangen in Glück und in Leiden. Wer aber selbst gesegnet wurde, der kann nicht mehr anders als diesen Segen weitergeben, ja er muß dort, wo er ist, ein Segen sein.
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Dietrich Bonhoeffer (Dietrich Bonhoeffer 1906-45)
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Sie sterben und gehen zu Gott. Entweder nehmen Sie alle Ihre Sünden mit, auch die Sie geleugnet haben; und es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. Das steht im Neuen Testament. Oder Sie finden zu dem, der uns in Vollmacht sagen kann: 'Dir sind deine Sünden vergeben.' Also zu Jesus, der das sagen kann, weil er für uns am Kreuz bezahlt hat. Ich kann Ihnen sagen, ich gehöre diesem Jesus.
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Wilhelm Busch (Freiheit aus dem Evangelium)
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Vor allem wir Frauen dürfen nicht darauf warten, dass man uns unsere Rechte, die uns zustehen und einst geschenkt worden sind, einfach so zurückgibt. Von selbst wird das nicht geschehen! Geduldig darauf zu warten, hat noch keine Frau zu ihrem Recht geführt. Wir Muslimas müssen mutiger werden, uns mehr zu trauen. Niemand kann uns dabei unseren Glauben oder unseren Platz im Paradies streitig machen. Wer einem das abspricht, erhebt sich über Allah. Denn das Tor zum Paradies liegt allein in Allahs Ermessen! Auf Gott vertrauen wir Muslime. Denn von Gott kommen wir, und zu Gott kehren wir zurück. Keine Muslima darf sich etwas anderes einreden lassen! Werfen wir den Ballast der Feigheit über Bord und krempeln wir die Ärmel hoch. Es ist höchste Zeit für Mut.
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Sineb El Masrar (Emanzipation im Islam - Eine Abrechnung mit ihren Feinden (German Edition))
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Die Kunst allein, weil sie den anderen Manifestationen des menschlichen Geistes voraushat, offensichtlich unnütz zu sein, die Kunst allein verdient ein wenig Interesse, aber sie quält diejenigen, die sie ausüben, mit den schmerzhaftesten Zweifeln und lässt vor ihren Augen das unerreichbare Gespenst der Vollkommenheit aufblitzen, und, weiß Gott, sie flößt ihnen die schimärische Liebe zum Ruhm ein. Und das wunderbare Werk lässt die Herzen einer Generation, manchmal zweier, höher schlagen, dann bedarf es schon einer Anstrengung, es zu verstehen, dann dient es dem Gehirnschwund der Gelehrten, und schießlich zwingen es Schulmeister ihren Schülern als Strafarbeit auf, bis es gänzlich in endgültige Vergessenheit gerät. Nicht weniger vergänglich als die Werke sind auch die Namen: sie bestehen einige Jahrhunderte und verlieren und vermischen sich dann. Erostrates ist mindestens ebenso berühmt wie Phidias, und Cartouche ist schon bekannter als André Chénier. Und diese Verwirrung in der Geschichte der Werke und Verbrechen ist keine Ungerechtigkeit der Nachfolgenden: Sie ist eine große Lektion, die uns zeigt, wie gleichgültig unsere Handlungen sind. Den Parthenon dekorieren oder den Tempel der Diane anzünden, was macht das schon? Das Feuer erlischt, und der Parthenon zerfällt zu Staub. Und was ist schon die Unsterblichkeit? Eine Illusion von Dauer, ein Überleben um einige Jahrhunderte, die nichts zählen, denn in der unendlichen Zeit ist ein Jahrhundert nicht mehr als die flüchtige Sternschnuppe im unendlichen Raum ... Der Künstler kann also nichts von seiner Arbeit erhoffen und wird nur etwas zurückbehalten, wenn sie spontan wie das Aufblühen einer Pflanze ist. Alsdann kann das mühelos in einem Zustand der Begeisterung und des Rauschs geschaffene Kunstwerk verschwinden und verlorengehen: Es hat seinen Zweck erfüllt, sein Erblühen wiegt die Mühen auf, die es gekostet hat ... Doch ich weiß schon vorher, was ich schreiben werde, und noch bevor ich meine Feder zur Hand genommen habe, bin ich dessen müde.
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Édouard Rod
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Habe ich also direkt mit Gott kommuniziert? Absolut. […] Mit Gott zu kommunizieren ist die außergewöhnlichste Erfahrung, die man sich vorstellen kann. Aber es ist gleichzeitig die natürlichste Erfahrung von allen, weil Gott jederzeit in uns allen ist. Allwissend, allmächtig, persönlich – und er liebt uns bedingungslos. Wir sind eins mit Gott – an ihn angeschlossen durch unsere göttliche Verbindung.
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Eben Alexander (Proof of Heaven: A Neurosurgeon's Journey into the Afterlife)
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Wir begegnen uns auf der Welt und sind Mensch mit Mensch - und dann stehlen wir uns davon, denn wir sind ohne Bindung, ohne Bleiben und ohne Abschied. Wir sind eine Generation ohne Abschied, die sich davonstiehlt wie Diebe, weil sie Angst hat vor dem Schrei ihres Herzens. Wir sind eine Generation ohne Heimkehr, denn wir haben nichts zu dem wir heimkehren könnten, und wir haben keinen, bei dem unser Herz aufgehoben wäre - so sind wir eine Generation ohne Abschied geworden und ohne Heimkehr. Aber wir sind eine Generation der Ankunft. Vielleicht sind wir eine neue Generation voller Ankunft auf einem neuen Stern, in einem neuen Leben. Voller Ankunft unter einer neuen Sonne, zu neuen Herzen. Vielleicht sind wir voller Ankunft zu einem neuen Lieben, zu einem neuen Lachen, zu einem neuen Gott. Wir sind eine Generation ohne Abschied, aber wir wissen, dass alle Ankunft uns gehört.
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Wolfgang Borchert (DrauĂźen vor der TĂĽr)
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Gott gibt uns die Gebote, damit wir bei ihm, für ihn und mit ihm sein und bleiben können. Er bekennt sich zu uns, indem er uns sein Gebot wissen läßt als Herr und als Helfer.
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Manfred Weber (Dietrich Bonhoeffer. Worte fĂĽr jeden Tag (German Edition))
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Von guten Mächten treu und still umgeben, Behütet und getröstet wunderbar, So will ich diese Tage mit euch leben Und mit euch gehen in ein neues Jahr. Noch will das alte unsre Herzen quälen, Noch drückt uns böser Tage schwere Last. Ach, Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen Das Heil, für das du uns geschaffen hast. Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern Des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern Aus deiner guten und geliebten Hand. Doch willst du uns noch einmal Freude schenken An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz, Dann wolln wir des Vergangenen gedenken Und dann gehört dir unser Leben ganz. Lass warm und hell die Kerzen heute flammen, Die du in unsre Dunkelheit gebracht. Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen. Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht. Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, So lass uns hören jenen vollen Klang Der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, All deiner Kinder hohen Lobgesang. Von guten Mächten wunderbar geborgen, Erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
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Dietrich Bonhoeffer
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41. Maqâme (Al-Hamadhânî) Das Wissen Als ich einst durch eine Ortschaft in der Fremde zog, da sah ich einen Mann und hörte diesen einen andern fragen: "Wie erlangtest du dein Wissen?" Und ich hörte drauf den andern sagen: "Mir wurde auf der Suche nach dem Wissen klar, dass dieses in der Ferne nur zu finden war uns dass es sich nicht jagen lässt mit Pfeilen, dass es Glücksspielhölzer nicht verteilen, dass man es im Traum nicht findet, dass kein Zügel fest es bindet, dass kein Oheim es vererben kann und dass es nicht zu borgen ist von einem Edelmann. Ich machte mir deshalb auf meinem Weg zum Wissen aus dem Lehm der Erde meine Lagerstätte, nahm die Steine mir als Kissen, kämpfte mit den Ärgernissen, ließ den Schlaf mich ständig missen, überlegte viel und dachte nach beflissen. Ich erkannte, dass man Wissen außer in der Seele nirgends pflanzen kann und dass es nur in ihr gedeiht sodann. Ich fand es wie ein Jagdtier, das sich in die Falle selten nur verirrt und nur vom Herzen eingefangen wird, und einem Vogel ähnlich, den zu täuschen außer mit des Wortes Waffen nicht gelingt und den allein die Schlinge der Gedächtniskraft bezwingt. So ließ ich meine Seele denn das Wissen tragen, ließ mein Auge es behüten, gab viel aus von meinem Lebensunterhalt, doch häufte Schätze an in meinem Herzen. Ich widmete mich gänzlich dem Studieren, kam vom Meditieren dann zum Recherchieren und vom Recherchieren dann zum Kommentieren, und bei allem bat ich Gott, er möge zum Erfolg mich führen." Die Worte, die ich hörte, sprengten mir die Ohren, drangen mir ins Herz und tauchten tief in meine Brust. "O Jüngling, wo ist diese Sonne aufgegangen?", fragte ich, worauf er sagte: "Alexandria ist mein Zuhaus, und wär mein Wohnsitz fest, es wäre dort, doch so bin ich des Nachts in Syrien, ziehe zum Irak am Tag dann fort." (Al-Hamadhâni, "Vernunft ist nichts als Narrerei", Edition Erdmann, S. 170-171)
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Al-Hamadhâni
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Philipp Töller hat Tobias Hachmanns Beitrag geteilt. 31. März um 16:37 · Tobias Hachmann Gestern um 16:02 · Rückmeldungen voll erwünscht, vor allem von meinem theologischen Diskussionspartner Philipp Töller ! Mal mein persönlicher Vorschlag für eine religiöse Wissensquelle, die verschiedene Religionen in all ihren Gemeinsamkeiten zusammenschließt und alle Glaubensansätze toleriert anstatt einseitig auszuschließen: Das Naturrecht von John Locke als religiöse Wissensquelle, die mal komplett unabhängig von irgendeiner spezifischen Religion, sondern absolut universell ist. Sie stellt für mich eine empirisch-erkenntnistheoretische Alternative zum Auswendig-Lernen von Gebeten oder Versen aus spezifischen Büchern wie der Bibel, dem Koran oder der Thora oder was auch immer dar. Ein absolutes religionsübergreifendes universelles Wissen über das gottgegebene Naturrecht ist generierbar indem man seinen Blick auf folgendes wendet: Gott hat die empirisch wahrnehmbare materielle Außenwelt der Schöpfung und die durch Selbstreflexion ebenfalls empirisch wahrnehmbare innere Konsitution des Menschen in einer Harmonie aufeinandender abgeglichen. Dabei gilt: Innere Konstitution ist definiert als ANGEBORENE Fähigkeiten, die der Mensch UNABHÄNGIG VON GESELLSCHAFTLICHER PRÄGUNG INSTINKTIV besitzt. Dazu zählen einerseits empathische Bedüfrnisse wie das nach Liebe, Luststreben, Streben nach Selbsterhaltung, andererseits aber auch vernunftgebundene Freiheitsfähigkeiten wie das gezielt gesteuerte motorische Bewegen nach Zwecksetzung des eigenen Willens und vor allem die damit zu verwirklichenden angeborenen Talente. Die Faktoren der Angeborenheit und der Unabhängigkeit von der Gesellschaft habe ich hier deswegen betont, weil sich gerade dadurch das Naturrecht auszeichnet: Es ist jedem gottgewollt angeboren wie das Recht auf Leben und nicht gesellschaftlich konstituiert bzw. abhängig von einem willkürlichen Gemeinwillen der Bevölkerung oder von Gesetzesvorschriften, die z. B. durch diktatorische Staaten sehr willkürlich festgelegt werden können. Es hängt nur ab von den nicht willkürlichen natürlichen Ausstattungen, über die alle Menschen objektiv betrachtet verfügen - und zwar komplett unabhängig von der historischen Epoche und dem sozialen Umfeld, in dem sie leben. Wenn nun Gott diese inneren natürlichen, angeborenen (also nicht gesellschaftlich anerzogenen) Wesenheiten/ Konsitutionen aller Menschen wie oben erwähnt in seiner vorausdenkenden und alles überblickenden Allwissenheit in Harmonie nach einem ewig gültigen Schöpferplan auf die Außenwelt abgeglichen hat, so entsteht daraus folgende Quelle des religiösen Wissenserwerbs: Gott hat den Menschen mit der naturgegebenen Vernunft so konzipiert, dass er (der Mensch) gezielt auf die Ressourcen der Außenwelt, die ihm umgibt - egal in welcher Gesellschaft er lebt - einwirken kann, um durch eigene Zweckverwirklichung persönliche Talente und Freiheit zu auszuleben. Religiösen Wissenserwerb generiert Locke dabei wie folgt: Aus dem zuletzt beschriebenen vom heiligen Schöpferplan eigentlich vorgesehenem Verhältnis zwischen Individuum und Außenwelt leitet Locke ab, dass nach Gottes Willen alle Menschen diese Freiheit der Fähigkeiten-Auslebung sich gegenseitig geben sollten. Seine Begründung dieser Deduktion: Wäre dem nicht so, hätte Gott nicht jedem einzelnen Menschen diese zielgsteuerte geistige Spontanität des eigenen Willens geschenkt, und er hätte die Welt nicht so konzipiert, dass (eigentlich) für alle Menschen genug Ressourcen zur Selbstverwirklichung da sind (da sein sollten). Doch Gott hat in der Tat alles so konzipiert und ursprünglich auf diese Weise die erwähnte Harmonie zwischen angeborener gesellschaftsunabhängiger Konstitution und äußerer Lebenswelt hergestellt... oder aus heutiger nicht-ursprünglicher Sicht gesprochen: Eine Harmonie, die eigentlich von uns wiederhergestellt werden sollte. Um diese Freiheitsfindung in Form des Vereinigens beider Harmonieseiten anzutreiben hat Gott - so
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Philipp Islam
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Und was macht der Heilige im Walde?" fragte Zarathustra. Der Heilige antwortete: Ich mache Lieder und singe sie, und wenn ich Lieder mache, lache, weine und brumme ich: also lobe ich Gott. Mit Singen, Weinen, Lachen und Brummen lobe ich den Gott, der meinGott ist. Doch was bringst du uns zum Geschenke?Als Zarathustra diese Worte gehoert hatte, gruesste er den Heiligenund sprach: "Was haette ich euch zu geben! Aber lasst mich schnelldavon, dass ich euch Nichts nehme!" - Und so trennten sie sich voneinander, der Greis und der Mann, lachend, gleichwie zwei Knabenlachen. Als Zarathustra aber allein war, sprach er also zu seinem Herzen:"Sollte es denn moeglich sein! Dieser alte Heilige hat in seinem Waldenoch Nichts davon gehoert, dass Gottt odt ist!
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Friedrich Nietzsche
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trop fameux Gott mit uns, aujourd'hui repris par George Bush dans le cadre de sa lutte contre l'« axe du Mal », l'homme justifie ses intentions belliqueuses en utilisant la religion à ses propres fins, et n'hésite pas à déclarer la guerre en son nom. Une pratique mal décelée dans le bouddhisme, encore que ce soit en terre bouddhique que se sera perpétrée, on l'a dit, la folle aventure génocidaire de Pol Pot. Une
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Jean-Marie Pelt (La loi de la jungle : L'agressivité chez les plantes, les animaux, les humains (Documents) (French Edition))
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Wo wird das Wort Gottes gehört? In der Stille. Alle Seherinnen, Heiligen, Weisen, Propheten und Meisterinnen haben diese Stimme, die aus dem Inneren kommt, gehört, in dem sie still geworden sind. Damit meine ich nicht, dass diese innere Stimme zu uns spricht, weil wir still geworden sind; ich meine, dass wir das Wort, das ständig in unserem Inneren erklingt, hören können, wenn wir still geworden sind. Wenn der Geist still geworden ist, kommunizieren wir immer noch mit allen, denen wir begegnen. Wir brauchen nicht mehr viele Worte: wenn sich die Blicke treffen, verstehen wir. Zwei Menschen können ihr ganzes Leben lang miteinander sprechen und diskutieren und sich doch niemals gegenseitig verstehen. Zwei andere mit stillem Geist schauen einander an und im selben Augenblick entsteht zwischen ihnen eine Kommunikation. Woher kommen die Unterschiede zwischen den Menschen? Von innen, aus ihren Aktivitäten. Und woher kommt Einvernehmen? Aus der Stille des Geistes. Lärm behindert uns dabei, etwas aus der Ferne zu hören ; aufgewühltes Wasser in einem Becken verhindert, dass wir unser Spiegelbild im Wasser sehen können. Nur wenn wir innerlich ruhig sind, können wir die Stimme hören, die ständig zu den Herzen aller Menschen spricht. Wir suchen Führung, wir alle suchen nach Wahrheit; wir suchen das Mysterium. Das Mysterium ist in uns selbst; die Führung ist in unserer eigenen Seele. (S. 206-207)
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Hazrat Inayat Khan (Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung)
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Es bedarf eines gewissen spirituell fortgeschrittenen Zustands, damit wir glauben können, dass es so etwas wie Offenbarung gibt. Das Leben offenbart sich, die Natur offenbart sich, und so offenbart sich auch Gott: deshalb wird Gott in Persien „Khuda“ genannt, was Selbstoffenbarung heißt. Alles Wissen, alle Kunst und alle Kultur, die die Menschen kennen, kamen und kommen als Offenbarung. Anders gesagt: Wir lernen nicht nur durch studieren, sondern beziehen unser Wissen auch von der Menschheit. Ein Kind erbt nicht nur die Eigenschaften seiner Eltern oder Ahnen, sondern auch die Qualitäten seiner Nation und seiner Ethnie, sodass wir sagen können, es erbt die Eigenschaften der ganzen Menschheit. Wenn wir diese Schatzkammer des Wissens hinter dem sie verbergenden Schleier wirklich begreifen könnten, würden wir erkennen, dass wir ein Recht auf dieses Erbe haben. Das gibt uns einen Schlüssel, den Schlüssel zum Verständnis des Geheimnisses des Lebens: dass das Wissen nicht nur von außen, sondern auch von innen her erlangt wird. So können wir Wissen, das wir durch das äußere Leben gewinnen, Erlerntes nennen; das Wissen, das wir aus dem Inneren herbeiziehen aber können wir Offenbarung nennen. Offenbarung kommt von innen. Sie lässt das Herz sich selbst offenbaren; sie ist wie eine Neugeburt der Seele. Wenn wir dieses Stadium erreicht haben, werden alle Dinge und alle Wesen lebendig: Die Felsen, die Bäume, die Luft, der Himmel, die Sterne – sie alle leben. Wir können nun mit allen Dingen und Wesen kommunizieren. Wohin auch immer unser Blick auf Dinge in der Natur oder auf Persönlichkeiten fällt: Wir lesen darin deren Geschichte und erkennen ihre Zukunft. Wir beginnen mit den Seelen der Menschen, denen wir begegnen, zu kommunizieren, noch bevor wir ein Wort mit ihnen gesprochen haben. Ohne dass wir noch irgendeine Frage gestellt haben, beginnt die Seele schon, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Jeder Mensch und jedes Objekt steht vor uns wie ein offenes Buch. Dann hört dieses ständige „Warum“ auf, das wir so oft in Menschen finden. Das „Warum“ existiert nicht länger, weil wir die Antwort auf alle Fragen in uns selbst finden. Trotz all der Gelehrtheit der Welt, die wir beigebracht bekommen, wird nämlich dieses andauernde „Warum“ bleiben, solange diese Antwort nicht eröffnet wurde. Und wieder können wir fragen, wie wir zu solchen Offenbarungen kommen. Die Antwort ist, dass es nichts im ganzen Universum gibt, das nicht im Menschen gefunden werden kann, wenn wir uns nur darum bemühen, es zu entdecken. Aber wenn wir sie nicht selbst herausfinden, kann niemand sie uns geben, denn Wahrheit wird nicht gelernt, Wahrheit wird entdeckt. In diesem Glauben begaben sich die Weisen des Ostens in die Einsamkeit und saßen in Meditation, um der Offenbarung die Gelegenheit zu geben, aufzusteigen. Zweifellos gibt es beim derzeitigen Lebensstil für uns kaum Zeit, in die Einsamkeit zu gehen. Aber das heißt nicht, dass wir weiterhin unwissend über das bleiben sollten, was das Beste in uns ist, denn alle anderen Schätze der Erde sind nichts im Vergleich zu der unermesslichen Glückseligkeit der Offenbarung; sie können nicht einmal damit verglichen werden. Offenbarung ist wie Aladdins Zauberlampe; wenn wir sie erst einmal entdeckt haben, wirft sie ihr Licht nach links und rechts und alle Dinge werden klar. (S. 213 ff.)
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Hazrat Inayat Khan (Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung)
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• Der Schöpfer wirft uns in die Luft, um uns am Ende überraschenderweise wieder aufzufangen. Es ist wie in dem ausgelassenen Spiel, das Eltern mit ihren Kindern spielen. UNd die Botschaft lautet: Habe Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt doch und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein. Und wenn ich es Revue passieren lasse, hat Gott mich auf dem Weg andauernd in die Luft geworfen und wieder aufgefangen. Wir sind uns jeden Tag begegnet
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Hape Kerkeling (Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg)
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Der Sohn Gottes macht einen Mittagsschlaf. Die Jünger flippen aus und wecken ihn. Sympathischerweise reagiert Jesus auf das Gewecktwerden eher ungehalten. Darin sind Jesus und ich uns ähnlich.
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Mira Ungewitter (Roadtrip mit Gott: Leben ist Freiheit und jeden Tag ein Abenteuer!)
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Ich glaube nicht, das Gott sich optisch festlegt. "Gott ist gut und sie liebt uns." - Ein geflĂĽgeltes Wort bei uns in der Gemeinde. Gott ist weder Mann noch Frau. Auch wenn Gott alles in sich vereint, geht er doch ĂĽber alles hinaus.
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Mira Ungewitter (Roadtrip mit Gott: Leben ist Freiheit und jeden Tag ein Abenteuer!)
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Himmel und Hölle sind keine weit entfernten Reiche. Der mit glühender Kohle gepflasterte Weg der Hölle beginnt ebenso wie der Spaziergang durch den Garten des Himmels auf der Erde. Auf deinem Lebenspfad wirst du Bewohnern des Höllenschlunds und Stammgästen des Paradieses begegnen. Und du wirst sehr viele treffen, die mit einem Bein in der Hölle und mit dem anderen im Paradies stehen. Die Leute des Feuers brennen ungern allein. Sie werden deshalb versuchen, dich mit ins Feuer zu ziehen. Sie werden dich mit verlockenden Angeboten in Versuchung führen, damit du dich zu ihnen gesellst. Weist du sie ab, werden sie Hohn und Spott über dich ausgießen, bis dein Zorn entflammt ist. Gib ihnen nicht nach! Beantworte ihre Beschimpfungen nicht mit deiner Schmähung, denn sonst fällst du selbst in den Abgrund. Rufe Allah (den einen Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde) an, der uns erhebt, der alles Schlechte von uns abwendet. Bleibe im Zustand der Ruhe, dann wirst du keinen Schaden erleiden. Selbst wenn ein Feind die Macht erlangt hat, deinen Körper zu verletzen, so kann er doch deinen Geist, dein Herz und deine Seele nicht berühren. (S. 77)
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Pir Zia Inayat Khan (Ritterliche Tugenden Im Alten Orient: Edelmut, Tapferkeit und mystische Suche)